Krise geht weiter

Bittere Lehrstunde für wehrlose Löwen

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Keine Höhenflüge für die Blauen: Victor Andrade und die Löwen bekommen von Düsseldorf das Fell über die Ohren gezogen.

München - Sechzig findet auch nach der Länderspielpause nicht zurück in die Spur. Das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf ist schon vor der Pause entschieden.

Die Krise von 1860 München weitet sich aus. Nach einem 1:3 (0:3) gegen ein kaltschnäuziges Fortuna Düsseldorf hängen die Löwen weiter im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga fest. Aus den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft des schon angeschlagenen Trainers Kosta Runjaic nur einen Punkt.

Fragen zu Runjaic wollte Sportdirektor Thomas Eichin nach Schlusspfiff trotz mehrfacher Nachfrage bei zahlreichen Gelegenheiten nicht beantworten. "Wir müssen gemeinsam rauskommen aus der Nummer, das wird ein harter, ein steiniger Weg", sagte er etwa bei Sky, wo er auch zu Gerüchten, er habe bereits mit André Breitenreiter Kontakt aufgenommen, nichts sagen wollte.

Hennings sorgt für frühen Rückstand

Die Fortuna dagegen darf nach dem ersten Auswärtssieg der Saison nach Treffern von Rouwen Hennings (6.), Ihlas Bebou (26., Foulelfmeter) und dem starken Marcel Sobottka (36.) den Blick zaghaft nach oben richten. Das Spiel in München beendete sie nach einem Foul im Strafraum und einem Platzverweis für Kevin Akpoguma (80.) in Unterzahl.

Der frühere Düsseldorfer Michael Liendl verwandelte den Strafstoß (81.), doch für eine Aufholjagd kam der Treffer zu spät. Der angezählte Runjaic wollte für die Niederlage aber nicht allein den Kopf hinhalten und sagte: "Die Jungs auf dem Rasen stehen auch in der Verantwortung." Davon abgesehen, ergänzte er: "Ich gehe davon aus, dass wir die Kurve kriegen."

Zuvor hatten die Löwen, vor allem in der ersten Halbzeit, unsortiert gewirkt, was die Fortuna zunächst bei einem Konter über den starken Axel Bellinghausen ausnutzte. Sascha Mölders vergab nach 20 Minuten die Chance zum Ausgleich gegen den glänzend reagierenden Michael Rensing.

1860 verliert gegen Düsseldorf: Ein Sechser, sechs Fünfer

Löwen leisten sich haarsträubende Fehler

Die Löwen schafften es kaum, die Düsseldorfer Abwehr, in der Robin Bormuth den gesperrten Innenverteidiger Alexander Madlung ersetzte, unter Druck zu setzen. Stattdessen leisteten sie sich selbst haarsträubende Fehler: Nachdem Karim Matmour Bormuth festgehalten hatte, verwandelte Bebou den berechtigten Strafstoß; beim dritten Gegentreffer gaben die Abwehrspieler Kai Bülow und Marnon Busch keine gute Figur ab.

Runjaic reagierte, brachte nach der Pause Rodnei für die Defensive und Victor Andrade für die Offensive - die beiden waren auch die besten Münchner. Die Löwen kamen auch zu Chancen, doch die Durchschlagskraft fehlte - nach dem Anschlusstreffer auch gegen zehn Düsseldorfer.

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sid

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