Es geht um die e.V.-Fußballabteilung

Sport Bild berichtet von brisanter Ismaik-WhatsApp ans 1860-Präsidium

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Hasan Ismaik ist seit 2011 Hauptgesellschafter des TSV 1860.

Während sich der TSV 1860 auf das Saisonfinale vorbereitet, sorgt ein Bericht der „Sport Bild“ für Wirbel. Sie berichtet von einer brisanten Nachricht Ismaiks an das Präsidium.

München - Die Löwen kämpfen am Sonntag in Heidenheim um den Klassenerhalt in der 2. Liga. Nur mit einem Sieg könnte sich der TSV 1860 (bei Patzern der Konkurrenz) noch direkt retten, am wahrscheinlichsten ist allerdings der Gang in die Relegation. Aber auch der direkte Abstieg ist noch möglich. Egal, was am Sonntag passieren mag: Investor Hasan Ismaik wird den Löwen treu bleiben, wie er im April ankündigte.

Vier Tage vor dem (vor)entscheidenden Spiel in Heidenheim sorgt aber ein Bericht der Sport Bild mit dem Titel „Ismaik lässt Jung-Löwen verhungern“ für Wirbel. In seiner Mittwochsausgabe thematisiert das Blatt die ausstehende Zahlung von 500.000 Euro der von Ismaik geführten Profi-KGaA an die Fußball-Abteilung, die Ende April auf der Mitgliederversammlung angesprochen wurde. Bis vergangenen Montag erfolgte die Zahlung laut dem Blatt noch immer nicht - trotz der Zusicherung von Präsident Peter Cassalette bei der Versammlung. Sogar Bayern-Präsident Uli Hoeneß verwunderte dies und der parallele Abstieg der U17 und U19 der Löwen.

Plant Ismaik eine eigene Fußballschule?

Das Blatt schreibt zudem, dass der Investor „Alleinherrscher“ bei 1860 werden wolle und die ausstehenden Zahlungen als Druckmittel einsetze. Er wolle nicht nur die Entscheidungsgewalt über U21 und U19, sondern auch über alle anderen U-Mannschaften und dort kräftig investieren, internationale Talente nach München holen. Das klingt nach einer Abkehr von der vorrangigen regionalen Talentförderung. Doch wie auf der Fußballer-Versammlung entschieden wurde, verbleiben alle Teams von der U9 bis zur U17 im e.V. - ein Rückschlag für Ismaik.

Besonders brisant: Sport Bild berichtet von einer WhatsApp-Nachricht, die am 9. Februar 2017 im Namen Ismaiks an das 1860-Präsidium verschickt worden sei und in der Ismaik androhe, eine eigene zur GmbH gehörende Fußballschule zu gründen, sollten die Mitglieder sich seinen Plänen des Erwerbs weiterer Anteile an 1860 entgegenstellen. Auch eine Einstellung der Gehaltszahlungen an die Angestellten der e.V.-Fußballschule solle er in den Raum gestellt haben. Sollten die Zahlungen der KGaA an den e.V. weiterhin ausbleiben, drohe sogar die Schließung der Fußballschule, heißt es.

Namentliche Quellen für den brisanten Bericht werden nicht angegeben, sondern lediglich ein „ist aus dem e.V. zu hören“, der Wahrheitsgehalt ist insofern schwer zu beurteilen.

Die Sport Bild hatte schon während des Medienboykotts der Löwen Anfang des Jahres angekündigt, man wolle keine Interviews mehr mit 1860-Vertretern führen, dem journalistischen Auftrag „aber natürlich trotzdem nachkommen und ihnen kritisch auf die Finger schauen. Jetzt erst recht!“ 

fw

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