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Sport Bild will 1860 „jetzt erst recht“ kritisch beleuchten

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Von: Florian weiß

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München - Der Medienwirbel um den TSV 1860 München geht weiter. Nach dem Kicker kündigt nun auch die Sport Bild Konsequenzen an und solidarisiert sich mit dem Blatt.

Nach dem Pressewirbel der vergangenen Tage und der Ankündigung des „Kicker“, vorerst auf Interviews mit Klubverantwortlichen und Spielern des TSV 1860 verzichten zu wollen, solidarisiert sich nun die „Sport Bild“ mit dem Fachmagazin. Im Editorial der am Mittwoch erschienenen Ausgabe äußerte sich Chefredakteur Alfred Draxler zu den Löwen. Zunächst geht er in seinem Vorwort auf den Test zur in Erwägung gezogen Abschaffung der Abseitsregel ein, schwenkt dann aber auf Sechzig um. „Während Sportjournalismus bei solchen Themen Riesen-Spaß macht, ist das, was wir mit dem Traditionsklub 1860 München erleben, ein Skandal“, so Draxler.

Mit Blick auf die Tribünen-Affäre mit Verantwortlichen des FC St. Pauli und dem Konflikt mit einer „Bild“-Reporterin wolle man nun ein Zeichen setzen. „Wir von Sport Bild erklären uns, wie auch die Kollegen vom Kicker, solidarisch und werden mit Klubverantwortlichen von 1860 München keine Gespräche oder Interviews mehr führen. Unserem journalistischen Auftrag werden wir aber natürlich trotzdem nachkommen und ihnen kritisch auf die Finger schauen. Jetzt erst recht!“

Sport-Bild-Chefredakteur Alfred Draxler.
Sport-Bild-Chefredakteur Alfred Draxler. © picture alliance / dpa

Die Fronten zwischen Pressevertretern und dem TSV 1860 sind seit Herbst 2016 verhärtet, seit dem vergangenen Wochenende spitzte sich die Lage aber weiter zu. Während die überwiegende Mehrheit der Medien die „restriktive Medienpolitik“ der Löwen als Affront betrachtet und sich zahlreiche Fußball-Experten äußerst kritisch darüber geäußert haben, empfinden zahlreiche Fans die Berichterstattung zu 1860 als zu einseitig oder gar hetzerisch.

Wie ist Ihre Meinung zur derzeitigen Lage? Kommentieren und diskutieren Sie hier bei uns offen, ehrlich und sachlich: Medienpolitik und Berichterstattung: Liebe 1860-Fans, was sagen Sie?

fw

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