Debüt gegen Osnabrück?

Sprechverbot für Owusu - Neu-Löwe soll sich in Ruhe beim TSV 1860 integrieren

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Leih-Löwe Prince Osei Owuso soll Tore gegen die Abstiegsgefahr des TSV 1860 schießen.

Leih-Mittelstürmer Prince Owusu soll für eine Leistungssteigerung beim TSV 1860 sorgen und erst einmal Taten statt Worte sprechen lassen.

München - Er kam, trainierte und sprach. Nicht. Prince Osei Owusu, 22-jähriger Leih-Mittelstürmer des TSV 1860, braucht noch Zeit. Sagt Löwen-Sportchef Günther Gorenzel, der sich zuletzt mit Kommentaren zur Lage in Giesing ebenfalls zurückgehalten hatte. Owusu soll Taten sprechen lassen, anstatt Fragen zu beantworten, die sich in erster Linie um sein torloses Halbjahr in Bielefeld drehen dürften. Klar ist, dass ihn die Löwen nicht als Joker verpflichtet haben. Er soll Tore gegen die Abstiegsgefahr schießen. Am besten schon in den beiden anstehenden Spielen gegen die höher platzierten Teams aus Osnabrück (Platz eins, 17 Punkte mehr) und Uerdingen (Dritter, zehn). 

Man habe „hier bei Sechzig nicht viel Zeit“ zur Integration, weiß Gorenzel. „Und wir haben im Offensivspiel auch nicht viel Zeit.“ Am „Ende des Tages“ werde der Trainer entscheiden, wann der 1,90 Meter große Stoßstürmer bereit sei für seinen ersten Einsatz im neuen Trikot mit der Nummer 13. Drei Trainingstage bleiben bis zum fast schon ausverkauften Osnabrück-Heimspiel am Samstag um 14 Uhr.

TSV 1860: Mittelfeld-Chef Moll zurückerwartet

Deutliche Worte sprach Gorenzel über die durchwachsene Leistung beim 1:1 in Lotte am vergangenen Freitag: „Normalerweise musst du so eine Partie auf deine Seite ziehen. Aber wir treffen zu viele falsche Entscheidungen, das zieht sich wie ein blauer Faden durch die Saison.“ Die Konsequenz: „In dieser Liga ist kein Platz für Fehler. Wir müssen lernen, das Ding knallhart durchzuziehen.“ Anstatt wie in Lotte nach einer 1:0-Pausenführung in den Sicherheitsmodus zu schalten. Gegen Osnabrück wird zumindest Mittelfeld-Chef Quirin Moll zurückerwartet. Der Ex-Braunschweiger hatte in Lotte wegen Oberschenkelproblemen passen müssen, ob auch Marius Willsch (Zerrung) wieder zur Verfügung stehen wird, soll sich kurzfristig entscheiden. Tendenz laut Gorenzel: eher nicht. 

Besser sieht es beim Österreicher selbst aus. Die Beförderung zum Geschäftsführer Sport ist nun von allen maßgeblichen Gremien abgesegnet, zuletzt stimmte per Umlaufverfahren auch der 50+1-sichernde Beirat zu. Nach einem Notartermin wird Gorenzel seine neuen Arbeitspapiere in den nächsten Tagen unterzeichnen. Ein „Vorvertrag“ sei bereits unterschrieben, verriet der 47-Jährige am gestrigen Dienstag. Bis zum Transferschluss am Donnerstag könnten die Löwen noch weitere Spieler transferieren. Zugänge werde es nicht mehr geben, stellte Gorenzel klar. Dafür wohl einen Abgang. Simon Seferings (23) soll bis Saisonende in die Regionalliga an den VfR Garching verliehen werden. „Es hat sich ein Spieler deklariert, dass er woanders Spielpraxis sammeln möchte“, so Gorenzel. Wann sich Prince Owusu öffentlich deklarieren wird, darauf gab’s gestern noch keine verbindliche Antwort. 

LK

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