Stammstrecke am Wochenende gesperrt - so kommen Sie trotzdem ans Ziel 

Stammstrecke am Wochenende gesperrt - so kommen Sie trotzdem ans Ziel 

Darum klappt es mit dem ersten Saisonsieg

Fünf Gründe, warum die Löwen in Fürth gewinnen

+
Die Löwen-Offensive um Daylon Claasen, Marius Wolf und Rubin Okotie (v.l.) will gegen Fürth mit Toren für den ersten Saisonsieg sorgen. 

München - Der TSV 1860 wartet in dieser Saison weiter auf den ersten Ligasieg. Auch das Möhlmann-Debüt ging verloren. Doch diese Gründe sprechen für einen Löwen-Sieg gegen Fürth.

Elf Spieltage sind in der zweiten Bundesliga bereits absolviert und der TSV 1860 München ist das einzige Team ohne Ligasieg. Mit sechs Punkten belegen die Löwen lediglich Rang 17 der Tabelle. Dadurch stehen die Blauen am Freitag bei Greuther Fürth (bei uns im Live-Ticker) unter Siegzwang, wollen die Münchner nicht nach rund einem Drittel der absolvierten Spielzeit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze verlieren. Die Heimniederlage beim Debüt von Neu-Trainer Benno Möhlmann am Montag gegen den Karlsruher SC (0:1)versetzte der leichten Aufbruchstimmung einen neuerlichen Dämpfer. Dennoch gibt es gute Gründe für einen Löwen-Sieg im Bayernderby. 

Greuther Fürth ist der Lieblingsgegner Löwen

In der aktuell prekären Lage gastieren die Oberbayern glücklicherweise am Freitag bei ihrem Lieblingsgegner. Seit dem Fürhter Bundesliga-Abstieg 2012/13 hat der TSV alle vier Zweitligaspiele gegen das Kleeblatt gewonnen und dabei bei acht erzielten Treffern nur ein Gegentor hinnehmen müssen. Gegen keinen anderen Verein aus der zweiten Bundesliga waren die Sechziger zuletzt so erfolgreich. Zudem feierte der TSV gegen die Kleeblättler bislang 16 Siege im Unterhaus - gegen kein Team gewann 1860 häufiger.

Schwache Kleeblatt-Defensive und absteigende Form

Die Spielvereinigung kassierte bislang 22 Gegentore und ist damit nach dem MSV Duisburg (24) die Schießbude der zweiten Liga. Ganze zehn Gegentore fingen sich die Mittelfranken in den letzten beiden Spielen ein. Bei den Niederlagen gegen Bochum und Freiburg schlug es jeweils fünf Mal im Fürther Gehäuse ein. Eine gute Gelegenheit für die Löwen-Offensive ihre Torausbeute von nur sieben Treffern auszubauen und sich Selbstvertrauen zu holen.

Löwen-Wand im Fürther Ronhof

Trotz der Sieglosserie ist die Unterstützung der Löwen-Fans für ihren Verein ungebrochen. Seit zwei Wochen ist der Gästeblock im Fürther Ronhof restlos ausverkauft. Lediglich etwa 60 Resttickets für andere Kategorien sind noch verfügbar. Rund 1.600 Anhänger werden die Blauen im Stadion am Laubenweg lautstark anfeuern. 

1860 mit personellen Alternativen

Auch personell sind die Sechziger gegen Fürth wieder besser aufgestellt. Defensiv-Allrounder Milos Degenek hat seine Gelbsperre abgesessen und ist wieder einsatzfähig. Der Neuzugang von der Reserve des VfB Stuttgart stand in jedem Pflichtspiel in der Startformation und bietet der sportlichen Leitung eine zusätzliche Option für die Innenverteidigung oder das defensive Mittelfeld. 

Hoffnung auf Genesung besteht auch bei Innenverteidiger Rodnei. Der Brasilianer fiel gegen den KSC noch wegen Magen-Darm-Problemen aus, hat aber bereits am Dienstag wieder individuell trainiert und soll schnellsten wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Mit dem erfahrenen Neuzugang von RB Leipzig wäre eine weitere Alternative für Stabilisierung der Innenverteidigung. 

Der neue Trainer und seine Erfahrung 

Die Nachricht, dass sich Möhlmann am Dienstag einer Gallenblasen-OP unterziehen musste und "bis Ende der Woche stationär behandelt werden muss", hat für Aufsehen gesorgt. Dadurch wird der neue Löwen-Dompteur in Fürth nicht auf der Trainerbank Platz nehmen können. Am Freitag werden mit Sven Kmetsch und Collin Benjamin die beiden Sechzig-Co-Trainer sowie Torwarttrainer Kurt Kowarz die Spieler von der Seitenlinie aus coachen. Kowarz wurde dabei vom Cheftrainer als Sprecher des Dreigestirns bestimmt.

Co-Trainer Kmetsch und Möhlmann kennen sich seit 20 Jahren. Der ehemalige Bundesligaspieler arbeitete bereits beim FC Ingolstadt und dem FSV Frankfurt als Assistent des 61-Jährigen. Durch die knapp fünfjährige Zusammenarbeit profitiert der 45-Jährige von der großen Erfahrung Möhlmanns. Stolze 502 Zweitligaspiele als Cheftrainer hat der neue 1860-Übungsleiter in seiner Vita stehen.

Da Möhlmann die Fürther dreimal und insgesamt knapp acht Jahre als Trainer in der zweiten Liga betreute, kennt er den Verein wie seine Westentasche, und wird sein Fachwissen an das neue Trainerteam weitergeben. 

Die Voraussetzungen für den ersten Ligasieg der Saison sind gegeben und ein Erfolg seines neuen Arbeitgebers gegen seinen Alten würde der Genesung von Möhlmann sicherlich gut tun. 

deu

Auch interessant

Meistgelesen

Schon jetzt ist klar: Eric Weeger wird am Sonntag Rekord brechen
Schon jetzt ist klar: Eric Weeger wird am Sonntag Rekord brechen
Löwen-Reserve: Nächster Sieg in Traunstein?
Löwen-Reserve: Nächster Sieg in Traunstein?
1860 vor dem Derby in Augsburg: Tabelle gut, Team gut, Stimmung gut
1860 vor dem Derby in Augsburg: Tabelle gut, Team gut, Stimmung gut
Helmbrecht: „Ich will mit 60 nach oben“ 
Helmbrecht: „Ich will mit 60 nach oben“ 

Kommentare