SpVgg Unterhaching packt das Wunder gegen den Tabellenführer

Ex-Löwen Hain und Greger lassen 1860 träumen! Sonderlob für Dresden-Bezwinger

v.li.: Jannis Turtschan (Unterhaching, 28) Stephan Hain (Unterhaching, 9) Niclas Anspach (Unterhaching, 18) mit Torjube
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Jannis Turtschan (Unterhaching, 28) Stephan Hain (Unterhaching, 9) Niclas Anspach (Unterhaching, 18) jubeln nach dem 1:0.

Die SpVgg Unterhaching gewinnt gegen den Spitzenreiter. Die Ex-Löwen Stephan Hain und Christoph Greger treffen. Die SpVgg Unterhaching leistet zudem Schützenhilfe für 1860 im Aufstiegskampf.

Manfred Schwabl hatte den langzeitverletzten Stephan Hain fast schon abgeschrieben. Er sagte öffentlich, dass er kaum mehr an eine Rückkehr des besten Hain-Stürmers der vergangenen Jahre glaubt.

Und jetzt das! Ex-Löwe Hain zeigt seit Wochen ansteigende Form. Seine Geduld wurde ausgerechnet gegen den Tabellenführer Dynamo Dresden belohnt. Der Stürmer brachte Haching in Führung. Und ebnete somit den Sieg. Ein Sieg, der für Haching der letzte Strohhalm im Kampf um den Nichtabstieg ist. Für seinen Ex-Verein leistete Hain zudem Schützenhilfe. Frei nach dem Motto „Einmal Löwe, immer Löwe“ erledigte er gemeinsam mit Ex-Löwe Christoph Greger den Tabellenführer. Die Löwen sind nach dem Haching-Wunder der Gewinner des Spieltags. Selbst die Tabellenspitze ist mit fünf Punkten Rückstand wieder in Reichweite.

Auch bei der SpVgg Unterhaching glaubem die Verantwortlichen wieder an das Wunder. Dank des Dreiers gegen den Tabellenführer Dresden sind es zum rettenden Ufer nur noch sechs Punkte. Fangen die Kicker von Arie van Lent am Ende noch die Talente des FC Bayern 2 ab? „Der Glaube ist nach diesem Sieg wieder größer geworden“, sagte Haching-Trainer van Lent auf der PK. „Wir haben gezeigt: Wir gehören noch dazu. Wir sind noch nicht abgestiegen. Das wissen wir. Und das stärkt das Selbstvertrauen für die nächsten Wochen. Vielleicht sind wir für eine Überraschung gut.“

Van Lent über Stephan Hain: „ Wir haben dort vorne einen Bundesliga-Stürmer stehen“

In der Anfangsphase schwamm Haching extrem. Doch nach dem 1:0 kam die Sicherheit ins Spiel. Christoph Greger, der ebenfalls in der Vergangenheit das Trikot der Blauen trug, erhöhte per Strafstoß zum 2:0. „Wir wussten, welche Wucht in der 2. Halbzeit auf uns zukommen wird. Aber das war heute Leidenschaft. Wir haben alles rausgehauen. Der Sieg war verdient“, lobte van Lent sein Team.

Für Matchwinner Stephan Hain gab es von Haching-Trainer van Lent noch ein Sonderlob: „Wenn er auf dem Platz steht, ist es ein anderes Spiel für uns. Wir haben dort vorne einen Bundesliga-Stürmer stehen, der gerne in Unterhaching ist. Mit ihm vorne sind wird stärker.“

Text: Christoph Seidl

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