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Die Standard-Könige

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Schindler staubte nach einer Ecke zum 1:0 ab © M.I.S.

München - Standards – die Waffe der Löwen. Schon beim 1:3 zum Auftakt in Braunschweig war Vol­land nach einem Freistoß von Halfar erfolgreich gewesen. Jetzt sorgten zwei Ecken für den Sieg.

Nachdem der Schlusspfiff ertönt war, sanken die Löwen in die Knie, reckten die Hände in die Höhe und es sah ganz danach aus, als würden sie irgendwem da oben im Himmel danken. Vielleicht ja sogar einem längst verstorbenen Briten, der im Jahr 1866 im sogenannten Sheffield-Code den Eckball in das Fußballspiel eingeführt hatte. Denn ohne ihn hätten die Sechziger am Samstag wahrscheinlich ganz alt ausgesehen. Beide Treffer beim ebenso glücklichen wie mühsamen 2:1 gegen den Karlsruher SC resultierten nämlich aus Ecken. Die erste schlug Lauth, woraufhin Schindler traf. Die zweite servierte Halfar, und Aigner köpfte ein. Und jedes Mal war noch Kai Bülow als wichtige Zwischenstation im Spiel.

Die Bilder des Spiels

Standards – die Waffe der Löwen. Schon beim 1:3 zum Auftakt in Braunschweig war Vol­land nach einem Freistoß von Halfar erfolgreich gewesen. „Das ist natürlich alles kein Zufall, was wir da nach ruhenden Bällen so machen“, grinste Dominik Stahl, „wir wissen schon um unsere Qualität, wenn die Ecken so gut reinkommen wie diesmal“.

Reiner Maurer freute sich natürlich auch darüber, dass das, was man im Training hinreichend übt, im Ernstfall so gut umgesetzt wurde: „Die Standards kamen super, aber so ist das halt im Leben eines Trainers. Das Spiel nach vorne, das er im Training genauso einüben lässt, hat noch nicht so geklappt wie gewünscht.“

Der Grund für fast jeden, den man darauf ansprach: Die Verunsicherung nach der Auftaktniederlage in Braunschweig. Die von den Löwen immerhin mit unbändigem Einsatz wettgemacht wurde. „Alle haben um jeden Meter gekämpft“, lobte Maurer, der auch nicht das Wohlwollen von Schiedsrichter Rafati in einigen Situationen übersah: „Es war schon auch ein glücklicher Sieg.“

Claudius

Mayer

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