Ex-Betzebub ist heiß auf die Pfälzer

Mugosa: "... dann ist ein Sieg gegen Lautern drin"

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Stefan Mugosa bei der Wiesn-Einkleidung.

München - Vor dem Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern ist bei den Löwen besonders ein Spieler besonders heiß: Ex-Betzebub Stefan Mugosa. Der Stürmer will gegen seinen Ex-Klub auftrumpfen.

Das Oktoberfest dräut, und auch beim TSV 1860 werden die PR- und Marketing-Aktivitäten in den Tagen vor der Wiesn ganz auf Festmärzen und Lederhosen ausgerichtet. Nach dem Anzapf-Wettbewerb vom Mittwoch folgte am Donnerstag das alljährliche Ver…, pardon, Einkleiden der Profi-Neulinge in Wildbock und Wadlstrumpf. Als bayerischer Dialekt-Vertrauter leistete Maximilian Wittek Erste Hilfe: „Ich hab unseren neuen Spielern erklärt, dass es ‚Wiesn‘ und ‚Brezn‘ heißt und ned ‚Wiese‘ und ‚Pretzel‘. Und dass man sich auf der Wiesn keine ‚Maaß‘ bestellt, sondern eine ‚Maß‘.“ 

Exakt so schaugt’s aus. Die Löwen freilich werden sich am ersten Wochenende weder eine große Brezn noch ein kleines Giggerl bestellen. Und schon gar keine Maß. „Ich habe jetzt noch kein Verbot ausgesprochen, aber es ist doch selbstverständlich, wenn wir am Samstag gegen Lautern und am Dienstag in Sandhausen spielen, dass dazwischen keiner zur Wiesn darf“, sagte Trainer Torsten Fröhling streng – und musste grinsen: „Außer ich.“ Der offizielle Mannschaftstermin im „Himmel der Bayern“ ist am 29. September. Bis dahin sollten die als Ziel ausgegebenen „fünf bis sechs Punkte“ aus den Spielen gegen Lautern, in Sandhausen und gegen Leipzig eingesackt sein, damit’s keine Trauerveranstaltung wird.

Löwen im Wiesn-Dress - vor allem die Lederhose hat es in sich!

Als ehemaliger Lauterer wird am Samstag (13 Uhr) in der Fröttmaninger Arena speziell Stefan Mugosa im Blickpunkt stehen. Weil Rubin Okotie nach seiner Gehirnerschütterung noch nicht einsatzfähig ist, stellt sich der drahtige, 1,88 Meter große Montenegriner als Mittelstürmer quasi von selbst auf. Warum er in Lautern gescheitert sei? „Da müssen Sie Kosta Runjaic fragen“, erwidert Mugosa (23) mit schwer definierbarem Lächeln. Dass er es dem Lauterer Trainer zeigen will, steht außer Frage. „Fit bin ich, aber ich brauche Spielpraxis“, sagt er. Laufwege und die Abstimmung mit den Offensivkollegen gelte es zu optimieren. „Wir müssen uns alle was zutrauen und schauen, dass wir unsere Fehler minimieren. Dann ist ein Sieg am Samstag gegen den FCK auf jeden Fall möglich.“ Dass Mugosa Torjägerblut in den Adern hat, steht außer Frage. Für Erzgebirge Aue, wo er in der vergangenen Rückrunde auf Leihbasis spielte, erzielte er in 15 Spielen immerhin vier Tore – doppelt so viele wie die Gesamt-Löwen aktuell auf der Habenseite haben.

Live-Ticker: 1860 München gegen Kaiserslautern

Nicht nur der als Spielmacher verpflichtete Michael Liendl wird deshalb immer ungeduldiger. „Fesche Wiesn-Tracht hin oder her, jetzt wird’s Zeit, dass wir auch sportlich mal was reißen. Wir wollen einen Dreier anschreiben!“, sagte der Vorarlberger bei der Lederhosen-Anprobe. Wild entschlossen klang auch Milos Degenek: „Wir glauben an uns. Wir sind nicht tot jetzt, weil wir einmal richtig schlecht gespielt haben.“ Wäre auch wenig ratsam bei noch ausstehenden 28 Punktspielen. Der Schichtl muss warten.

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