Keeper benennt Rezept für Abstiegskampf

Ortega: "Einmal absteigen reicht mir"

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Stefan Ortega im Löwen-Trainingslager.

München - Stefan Ortega ist erst in der vergangenen Spielzeit mit Arminia Bielefeld abgestiegen. Das soll sich mit den Löwen nicht wiederholen. Der Keeper erklärt das Rezept für den Abstiegskampf.

Mit Arminia Bielefeld musste Stefan Ortega im vergangenen Jahr einen fußballerischen Albtraum erleben. Nach dem 3:1-Hinspielsieg in der Relegation beim Drittligisten Darmstadt 98 verloren die Arminen das Rückspiel zu Hause auf der Alm mit 2:4 nach Verlängerung. „Das war ein Schock“, erinnert sich ­Ortega an diesen Montagabend, den 19. Mai 2014. „Am Anfang war es nicht leicht, das Erlebnis aus dem Kopf zu bekommen, die Bilder haben mich verfolgt. Aber mittlerweile hat sich’s gelegt – und in Bielefeld geht’s ja zum Glück auch wieder aufwärts.“

Nach 22 von 38 Spieltagen sind die Ostwestfalen Tabellenführer der Dritten Liga, am Samstag geht’s mit dem Spiel in Osnabrück in die Rest­runde. Beim TSV 1860 müssen sich Spieler und Fans noch bis zum 9. Februar gedulden, ehe mit dem Montagsspiel gegen Heidenheim der maximal 15-teilige Abstiegskrimi beginnt. Ortega rechnet selbstredend mit einem Happy End. „Ich gehe zu hundert Prozent davon aus, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, sagt er. „Einmal absteigen reicht mir. Ich musste diese Erfahrung bereits als junger Spieler machen, nochmal brauche ich das nicht.“

Zuversicht schöpft Ortega aus dem neuen Mannschaftsgeist, den er bei 1860 spürt. „Es ist wesentlich lauter geworden im Training“, sagt er, „die Kommandos kommen direkter. Du merkst, dass alle ihr Leben dafür geben, um unser Tor zu verteidigen.“ Beim 0:2 gegen Kiew sah die Defensivarbeit, das Verschieben und koordinierte Herausrücken, über weite Strecken in der Tat gut aus, wenngleich die Fehlerquote in der zweiten Halbzeit (auch wechselbedingt) deutlich stieg.

Ortegas Rezept für den Abstiegskampf: „Wir dürfen keine Angst haben, Fußball zu spielen, sondern sollten uns immer wieder bewusst machen, dass dieser Beruf ein Privileg ist. Auf die richtige Mischung aus Lockerheit und Ernsthaftigkeit wird es ankommen. Dazu musst du alles ausblenden, was stört. Wenn wir’s geschafft haben, können wir durchatmen. Wer sich zu sicher fühlt, wird bestraft.“

Arminia Bielefeld lässt grüßen…

lk

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