Fall da Costa: Sechzig hofft auf Milde

Ralph Gunesch: Dank-E-Mail an die Löwen!

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Ralph Gunesch bedankte sich bei den Löwen per E-Mail.

München - Der TSV 1860 hat seine Stellungnahme zu dem rassistischen Vorfall, der am Sonntag während des Spiels gegen den FC Ingolstadt passierte, beim DFB abgegeben.

 Darin wurde in der Hoffnung auf Strafmilderung auch darauf hingewiesen, dass der Ordnungsdienst der Löwen rasch reagiert habe und den Mann, der den Ingolstädter Spieler Danny da Costa rassistisch beleidigt und beschimpft hatte, identifizieren und der Polizei übergeben konnte.

Danny da Costa

Was auch da Costas Mannschaftskollegen Ralph Gunesch gefreut hat. 1860-Pressesprecherin Lil Zercher: „Gunesch hat uns eine E-Mail geschickt und sich für unser schnelles Handeln bedankt.“ Gunesch ging am Dienstag in einem Interview bei Spiegel.de nochmal auf die Vorkommnisse ein: „Das waren ja keine stiernackigen Glatzen, die mit erhobenem rechten Arm durch das Stadion marschieren. Sondern ganz normale Zuschauer, die sich möglicherweise nichts bei ihren Rufen gedacht haben. Sie waren wohl der Meinung, dass solche Beschimpfungen im Rahmen der sportlichen Rivalität in Ordnung seien. Aber Rassismus ist in keinem Zusammenhang zu tolerieren. Und diese Beschimpfungen waren rassistisch.“

"Cool, ein roter Sponsor": Was Löwen-Fans wohl nie sagen würden

Bei Facebook ist eine Gruppe Things Löwenfans Don't Say gegründet worden. Dort sollen Fans Sätze sammeln, die einem Löwen-Fan wohl nie über die Lippen kommen würden. Wir haben eine kleine Auswahl für Sie zusammengestellt - und selbst noch erweitert." © picture alliance / dpa
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"Gestern war wieder ausverkauft." © dpa

Der Sportzoziologe Gunter A. Pilz erkennt in dem Vorfall keine neue bedrohliche Entwicklung: „In den 80er- und 90er-Jahren hatten wir erheblich mehr Probleme mit Rassismus und Gewalt.“ Aber die Qualität der Gewalt habe zugenommen.

Danny da Costa erklärte, er denke nicht, dass der Vorfall „ein spezielles Problem von 1860-Fans“ sei. „Wenn einige Vollidioten aus der Reihe tanzen, kann man nichts machen.“

tz

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