Stevic: Wir holen noch einen Linken

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Fürs linke Mittelfeld habe man „schon jemanden im Visier“, verriet Stevic.

Paderborn - Eine Viertelstunde vor Schluss brach es aus Ewald Lienen heraus: „SPIELT FUSSBALL!“ brüllte der 1860-Trainer durchs Paderborner Stadion.

Doch seine Spieler erhörten ihn nicht.

Wie aufgescheuchte Kar­nickel ließen sich die Sechziger von Paderborn in die eigene Hälfte drängen. Da zudem die wenigen Konterchancen kläglich vergeben wurden, hatten es die Löwen am Ende nur ihrem Torwart Király und der von Rukavina und Djokai vereitelten Last-Minute-Chance der Ostwestfalen zu verdanken, dass Felhis Stochertor aus der fünften Spielminute zum Weiterkommen und für 234 000 Euro DFB-Prämie reichte.

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„Ich war mit der Einstellung der Mannschaft zufrieden“, bilanzierte Lienen, „aber wir haben uns taktisch im Defensivverhalten nicht gut angestellt.“ Zu groß seien die Abstände zwischen Mittelfeld und Viererkette gewesen, zu tief habe der gesamte Defensivverbund gestanden, als dass noch ein geordneter Spielaufbau möglich gewesen wäre. „Zwischen der 50. und 70. Minute hat die Mannschaft genau das gespielt, was wir nicht mehr sehen wollten“, sagte Manager Miki Stevic. Hoffentlich wisse die Mannschaft jetzt, „was passiert, wenn man nicht mehr früh genug attackiert“.

Alexander Ludwig darf sich angesprochen fühlen. Mit seiner Interpretation der (ungeliebten) linken Mittelfeldposition war Lienen nicht zufrieden. Mehr offensives Engagement und mehr defensive Disziplin wünscht sich der Coach vom Neuen aus St. Pauli. Und bald gibt’s weitere Konkurrenz. Fürs linke Mittelfeld habe man „schon jemanden im Visier“, verriet Stevic, der eine „schmerzfreie“, sprich ablösefreie Lösung anstrebt. „Es könnte sein, dass wir noch vor dem Koblenz-Spiel alles klar machen.“

lk

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