Nach dem Rausschmiss bei 1860

Eichin: „Zusammenarbeit mit Ismaik war nicht mehr möglich“

München - Thomas Eichin ist nach eigenen Angaben froh darüber, nicht mehr beim TSV 1860 zu arbeiten. Das Verhältnis zu Hasan Ismaik war offenbar nicht mehr intakt. 

Am Montag war durchgesickert, dass Thomas Eichin nicht mehr Sportdirektor des TSV 1860 ist, am Dienstag Nachmittag verkündete der Verein dies offiziell - mit einem kurzen Satz in einer dreiteiligen Pressemitteilung. Eichin, der erst im Sommer an die Grünwalder Straße gekommen war, hatte die Trennung am Montag bereits gegenüber mehreren Medien bestätigt, wollte sich aber zunächst nicht näher äußern.

Thomas Eichin war nur rund fünf Monate beim TSV 1860 tätig.

In der Sport Bild findet Eichin aber deutliche Worte. Von einem Schock will er im Zusammenhang mit der Beurlaubung nicht sprechen. „Ich bin eher froh, denn die Zusammenarbeit mit Hasan Ismaik war unter diesen Umständen nicht mehr möglich.“ (Anmerkung der Redaktion: Im Magazin war das Zitat folgendermaßen abgedruckt: "Ich bin eher froh darüber, denn die Zusammenarbeit mit Hasan Ismaik war unmöglich." Thomas Eichin stellte seine Aussage nachträglich richtig). Und das, obwohl Eichin als ehemaliger Geschäftsführer des Eishockey-Teams Kölner Haie die Zusammenarbeit mit Investoren und Hauptgesellschaftern bestens kennt und diese schätzt. Generell arbeite er lieber in einem Verein mit Investor als in einem ohne, hatte der 50-Jährige, dessen Vertrag noch bis 2019 Gültigkeit besitzt, erst im September gesagt: "Ein Investor hat ein klares Ziel und das hast du als Geschäftsführer umzusetzen. Wenn du gut bist, erfährst du das - und wenn nicht, dann auch.“

Eichin erfuhr es, indem er quasi parallel zur Entlassung von Trainer Kosta Runjaic vom Geschäftsführer zum Sportdirektor degradiert wurde - und zwei Wochen später ganz gehen musste. 

Übrigens: Die von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vom TSV 1860 geforderte detaillierte Darlegung der Vorgänge im Verein, die zur Entlassung von Kosta Runjaic geführt hatten, waren bis Montag noch nicht in der Liga-Zentrale in Frankfurt eingegangen. Grund für die Nachforschung der DFL ist, dass Ismaik im Sinne der 50+1-Regel nicht der treibende und entscheidende Faktor bei vereinspolitischen Vorgängen sein darf.

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Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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