Dahoam bei den Sechzigern

Thomas (17): So lebt er im Löwen-Jugendinternat

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„Der erste Monat war schwierig“, sagt der 17-Jährige Thomas aus Viechtach.

München - Thomas "Hasi" Haas (17) wohnt im Jugendinternat des TSV 1860, arbeitet dort an der Verwirklichung seines Traumberufs Fußball-Profi. Wie sieht eigentlich sein Alltag aus?

Heimweh? „Mei, der erste Monat war noch ein bissl schwierig“, sagt Thomas „Hasi“ Haas und gewährt grinsend einen Blick auf seine Zahnspange: „Inzwischen fühle ich mich hier richtig dahoam.“

Hier und dahoam – das ist für den 17-Jährigen aus dem niederbayerischen Viechtach seit Juni 2014 das Jugendinternat des TSV 1860. Im mehrfach ausgezeichneten Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der Löwen schuftet Haas zusammen mit zwölf Mitbewohnern im Alter von 14 bis 18 Jahren an der Verwirklichung seines Traumberufs Fußball-Profi. „Hasis“ Vorbild ist Löwen-Torjäger Rubin Okotie. Praktischerweise kann der talentierte Außenstürmer den Zweitliga-Profis durchs Fenster beim Training zuschauen.

Sofern es der Zeitplan zulässt.

Das Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 an der Grünwalder Straße.

Denn die Tage der Internats-Löwen sind eng getaktet. Vormittags und nachmittags Schule (Haas geht in die elfte Klasse des Münchner Theodolinden Gymnasiums und hat vier Mal nachmittags Unterricht), danach Hausaufgaben im NLZ, um 18.30 Uhr Mannschaftstraining bei den Löwen, 20.30 Uhr gemeinsames Abendessen. „Danach“, sagt NLZ-Leiter Wolfgang Schellenberg, „sind die Burschen meistens froh, wenn sie ihre Ruhe haben.“ Über wilde Internats-Partys ist Schellenberg jedenfalls nichts bekannt, nicht mal auf Nachfrage. „Man darf das nicht mit einem normalen Internat vergleichen“, sagt der 43-jährige frühere Co-Trainer der 1860-Profis. „Wer hierherkommt, der hat ein klares Ziel – die erste Mannschaft.“ Und wenn’s Probleme gibt mit der Schule, mit der Liebe oder mit dem Heimweh? „Dann haben wir kompetente Leute wie unseren pädagogischen Leiter Maurice Navarro oder unsere Nachhilfelehrer“, sagt Schellenberg. Mit Michael Kuhn steht bei Bedarf auch ein Psychologe bereit.

Nicht zu vergessen: die Eltern, die oft zu den Spielen am Wochenende anreisen. Selbst nach Hause zu fahren ist für die meisten der in ganz Süddeutschland bis rauf nach Darmstadt beheimateten Nachwuchsfußballer hingegen nur alle paar Wochen drin. Einigermaßen verschmerzbar, solange das W-LAN im NLZ funktioniert und damit Facebook und Skype. „Sollte das W-LAN mal ausfallen, dann ist Alarm“, sagt Schellenberg und lacht.

Auf ihre Nachwuchsschmiede können die Löwen stolz sein. Aus dem 2003 eröffneten Internat haben es u.a. Julian Baumgartlinger, Moritz Leitner, Kevin Volland, Dominik Stahl oder aktuell Julian Weigl in den Profibereich geschafft – eine Riege, die sich sehen lassen kann. Ob „Hasi“ einer der nächsten ist? „Ich werde alles dafür tun, dass es klappt“, sagt er. Ob es das Heimat-Nest der Löwen dann in dieser Qualität und finanziellen Ausstattung noch gibt, darüber werden auch die schlingernden Profis entscheiden…

lk

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