Ex-Löwe im tz-Interview

Häßler: "Ricardo Moniz ist ein richtig Guter"

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Wird Sportdirektor in der ersten Liga des Irans: Icke Häßler.

München - Thomas Häßler geht zum iranischen Erstliga-Aufsteiger FC Padideh, wird dort Sportdirektor. Die tz sprach mit "Icke" über die Hintergründe des Engagements und auch 1860.

Ex-Löwe Thomas Häßler (48) geht in den Iran. Der Erstliga-Aufsteiger FC Padideh aus der 2,5-Millionen-Einwohner-Stadt Maschhad verpflichtete den Weltmeister von 1990. Allerdings nicht – wie zuerst vermeldet – als Cheftrainer, sondern als Sportdirektor. Die tz sprach mit „Icke“ über die Hintergründe des Engagements.

Herr Häßler, wie kam der Kontakt nach Maschad zustande?

Thomas Häßler: Mich hat ein Mittelsmann des Vereins angerufen und gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, in den Iran zu gehen. Das ging dann auch relativ schnell. Meine Agentur „Sport Humanagement“ hat den Kontakt hergestellt, und wir sind nach Maschad geflogen, um uns das vor Ort anzuschauen. Wir waren positiv überrascht von dem, was wir da unten angetroffen haben. Nach relativ langer Pause ist nun die Zeit gekommen, neue Herausforderungen anzunehmen. Ich denke, es wird eine sehr interessante Aufgabe. Ich möchte aber nochmals betonen, dass ich nicht als Chefcoach arbeiten werde, sondern als Sportdirektor.

Wie werden die nächsten Tage und Wochen ablaufen?

Thomas Häßler: Ich werde nächste Woche in den Iran fliegen, dann beginnt bereits das Trainingslager. Ich werde die meiste Zeit dabei sein, denn ich möchte ja die Mannschaft kennenlernen.

Der Iran ist nicht gerade der nächste Weg – wie groß waren die Bedenken?

Thomas Häßler: Man bekommt durch die Medien ein eher negatives Bild von dem Land mit. Aber Maschhad ist eine sehr moderne und durch die Universität auch jugendliche Stadt. Einiges ist natürlich anders als in Europa, aber man lernt auch eine neue Kultur kennen. Das möchte ich auch gerne mitnehmen.

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Welche Möglichkeiten bietet der Klub?

Thomas Häßler: Padideh FC ist in die Erste Liga mit 16 Teams aufgestiegen. Wir sind zwar eine junge Mannschaft, aber wir versuchen, uns für die asiatische Champions League zu qualifizieren. Ich denke, dass wir um die ersten fünf Plätze mitspielen können. Das ist eine sehr reizvolle Aufgabe.

Ihr Ex-Klub, der TSV 1860, hat mit Gerhard Poschner und Ricardo Moniz eine neue sportliche Führung verpflichtet. Wohin wird der Weg der Löwen Ihrer Meinung nach führen?

Thomas Häßler: 1860 hat immer Ambitionen, oben in der Zweiten Liga mitzuspielen. So ganz reicht es allerdings nie, weil sie immer wieder einbrechen. Daran müssen sie arbeiten. Moniz kann das schaffen, ich halte ihn für einen richtig guten Trainer. Und natürlich hätten es die Löwen verdient, aufzusteigen, gerade mit dem tollen Anhang im Rücken.

Interview: lk

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