EX-Profi wählt die alten Freunde

Florian Hinterbergers Top-Elf: „Kamikazetorwart“ und „Weltklasse“

Florian Hinterberger: Bei ihm überwiegt die persönliche Verbindung, nicht die Leistung.
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Florian Hinterberger: Bei ihm überwiegt die persönliche Verbindung, nicht die Leistung.

Florian Hinterberger präsentiert die Top-Elf seiner Karriere - aus seiner Zeit als Profifußballer, Trainer und Sportchef. Viele bekannte Gesichter sind dabei.

  • Der ehemalige Profifußballer, Sportchef und U21-Trainer des TSV 1860 München, Florian Hinterberger, präsentiert die Top-Elf seiner Karriere. 
  • Aus den verschiedenen Stationen, sei es als Trainer oder Spieler bei der SpVgg Fürth, Fortuna Köln oder Bayer Leverkusen, ein Spieler ist mindestens dabei. 
  • Wichtig ist Hinterberger nicht nur die Leistung auf dem Platz, sondern vor allem der Kontakt und die Freundschaft zu seinen Wegbegleitern. 

München- Beim Telefonat mit Florian Hinterberger wird schnell klar: Er geht nicht nach Leistung, sondern entscheidet nach persönlichen Beziehungen und Freundschaften, die, wie er mehrmals betont, noch bis heute halten. Der 62-Jährige hat viel erlebt. Aus den verschiedenen Stationen seines Lebens, sei es als Profifußballer, Trainer oder Sportdirektor, es ist immer ein Spieler aus dem jeweiligen Lebensabschnitt dabei. 

Torhüter

Rainer Berg, TSV 1860 München und Erich Dippl, SpVgg Weiden

Ein „Kamikazetorwart“ war er, der Erich Dippl. Mit ihm habe ich selbst bei der SpVgg Weiden zusammengespielt. Ihn wollte ich unbedingt dabei haben, er steht vor allem für meine Jugendzeit als Spieler. Er ist bis heute noch ein enger Freund. Natürlich könnten hier auch bessere Torhüter stehen, wie Rainer Berg, mit dem ich beim TSV 1860 München zusammengespielt habe, aber Erich bleibt einfach im Gedächtnis. 

Verteidigung

Thomas Miller, TSV 1860 München

Kultspieler. Harter Verteidiger. Enger Freund. Auch er gehört definitiv in die Top-Elf. Mit ihm bin ich damals mit den Löwen aufgestiegen, das werde ich niemals vergessen. Auch heute sind wir noch eng befreundet und haben engen Kontakt. 

Toni (Anton) Schmidkunz, FC Starnberg

Den Toni habe ich damals bei Starnberg trainiert. Ein zuverlässiger Spieler und Kapitän, im Grunde mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld. Er war ein sehr wichtiger Spieler für mich und meine Mannschaft und war sehr wichtig für mich bei meiner ersten Trainerstation in Starnberg. 

Jürgen Baier, SpVgg Fürth und Fortuna Köln

Mit ihm bin ich damals in die Großstadt Köln gezogen, wir hatten eine coole WG und sind bis heute enge Freunde. Vor allem durch die Zeit bei Fürth und dem gemeinsamen Wechsel nach Köln, haben wir einen engen Bezug. 

Mittelfeld

Wolfgang Rolff, Bayer Leverkusen

Der Wolfgang war mein Zimmerkollege bei Leverkusen. Er ist ein klasse Spieler, zuverlässig und Nationalspieler. Zudem charakterlich ein guter Mensch und guter Fußballer. Auch mit ihm bin ich heute noch in engem Kontakt. 

Thomas Meggle, FC Starnberg

Auch ihn habe ich trainiert als junger Trainer bei meiner ersten Station in Starnberg. Er ist ein ganz besonderer Spieler für mich, da er den Sprung in den Profibereich geschafft hat. Insgesamt sind ca. vier bis fünf Spieler vom FC Starnberg Profis geworden, aber er hat die beste Karriere hingelegt. Er war es, der aus einer guten Mannschaft eine sehr gute Mannschaft gemacht hat. Er machte den Unterschied. 

Roland Kneißl, TSV 1860 München

Auch mit dem Roland habe ich den Aufstieg mit den Sechzgern gefeiert. Auch er ist bis heute ein enger Freund. Der Spitzname „Magic K“ passt perfekt zu ihm. Am liebsten denke ich an die gemeinsamen Spiele zurück. Mit ihm habe ich zusammen im Mittelfeld gespielt. 

Michael Mucha, FC Starnberg

Er war damals das, was man heute unter „Torjäger“ versteht. Der Lewandowski aus meiner Zeit bei Starnberg. Ein sehr guter Spieler in der Offensive und auch er hat einen guten Charakter. Mit ihm bin ich bis heute auch noch geschäftlich verbunden. 

Angriff

Bum-Kun Cha, Bayer 04 Leverkusen

Ein „Weltklassefußballer“. Er darf in meiner Top11 auf gar keinen Fall fehlen. Leider haben wir nicht allzu viel Kontakt, meist sehen wir uns nur auf den Jubiläumsfeiern bei Bayer Leverkusen. Auch neben dem Platz ist er ein „klasse Charaktermensch“. 

Benny (Benjamin) Lauth, TSV 1860 München

Den Benny habe ich beim TSV 1860 in der U21 trainiert. Er gehört definitiv in die Startelf, da er mit 18 oder 19 Jahren den Sprung zum Profi geschafft hat und eine große Karriere hingelegt hat. Auch er war ein Spieler von mir, der es ins Profigeschäft geschafft hat. Mit ihm habe ich heute ab und zu noch Kontakt. 

Edi Kirschner, SpVgg Fürth und Fortuna Köln

Er war damals Rekordschütze mit 33 Tore in einer Saison. Ich dann als Vorlagengeber dazu, das hat wirklich sehr gut harmoniert. Nach meinem Wechsel zur Fortuna nach Köln, zusammen mit dem Jürgen Baier, hat er uns vermisst und ist kurze Zeit später gleich nachgekommen. Das war was, drei Bayern gemeinsam in Köln: Baier, Kirschner und Hinterberger - eine ganz spezielle Konstellation (lacht). 

Video FB

(Johanna Grimm)

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