Luhukay möglicher Nachfolger

War's das für Trainer Fröhling bei Sechzig?

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Seine Position wird mehr und mehr hinterfragt: Trainer Torsten Fröhling hat in dieser Saison noch kein Liga-Spiel mit Sechzig gewonnen.

München – Die schwarze Serie der Löwen setzt sich auch in Bielefeld fort. Das 1:1 könnte das letzte Spiel unter Torsten Fröhling gewesen sein. Dabei ist der Trainer statistisch besser als seine Vorgänger.

Das Spiel der Blauen in Bielefeld stand bis Schlusspfiff auf des Messers Schneide. Doch so richtig spannend wird es in Giesing erst in den kommenden Tagen. Nach dem zehnten Liga-Spiel am Stück ohne Sieg fragt sich Fußball-Deutschland: Hält Sechzig an Torsten Fröhling fest oder muss der Trainer seinen Hut nehmen?

Mit dem 1:1 hat der 49-Jährige zumindest das Minimalziel auf der Alm erreicht. Seit vier Spielen sind die Löwen mittlerweile ungeschlagen – dennoch steckt das Team seit Wochen auf Platz 17 fest. „Mit dem Punkt können wir nicht viel anfangen“, ärgert sich Kapitän Christopher Schindler bei Sky: „Wir sagen immer, dass wir irgendwann gewinnen müssen. Es ist immer knapp daneben, aber knapp daneben ist auch irgendwann frustrierend.“

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Mit sechs Punkten aus zehn Partien spielt Sechzig die schlechteste Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte. Das Glas des Trainers ist aber nach wie vor halbvoll. „Alle Zuschauer haben ein Offensivspektakel zweier Mannschaften gesehen, die unbedingt gewinnen wollten“, fasst Fröhling die 90 alles andere als hochklassigen Minuten auf der Alm zusammen: „Ich bin mit dem Spiel und der Einstellung zufrieden, nur mit dem Ergebnis nicht.“

Luhukay und Möhlmann im Gespräch

Ob das auch für die Chefetage gilt? Sport-Boss Noor Basha, der sich bereits intensiv mit Peter Neururer ausgetauscht hat, gewährt dem Coach offiziell „das Maximum an Zeit“. Sein Geschäftsführer-Kollege Markus Rejek wurde da vor dem Freitagabendspiel etwas deutlicher: „Nach Bielefeld ist Länderspielpause – da kann man dann auch noch mal was machen.“

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Jos Luhukay

Nach Informationen des Münchner Merkur sollen Jos Luhukay und Benno Möhlmann Nachfolge-Kandidaten sein. Der Niederländer führte Borussia Mönchengladbach, den FC Augsburg und Hertha BSC in die Bundesliga. Zweitliga-Experte Möhlmann trainierte unter anderem Eintracht Braunschweig, Greuther Fürth, Arminia Bielefeld, den FC Ingolstadt und zuletzt den FSV Frankfurt.

Was dagegen für ein Festhalten an Fröhling spricht, ist dessen Gesamtbilanz. In 21 Pflichtspielen führte der aktuelle Trainer die Blauen zu 31 Punkten – DFB-Pokal und Relegation eingerechnet. Mit einem Schnitt von 1,19 Zählern pro Partie stellt er seine direkten Vorgänger Markus von Ahlen und Ricardo Moniz in den Schatten. Selbst Friedhelm Funkel kam nur auf einen leicht besseren Punkteschnitt. Allerdings standen Moniz und Co. in der Tabelle besser da, als ihnen der Stuhl vor die Tür gesetzt wurde.

Sechzig-Trainer Pflichtspiele Punkteschnitt Tabellenplatz bei Entlassung
Torsten Fröhling 26 1,19 ?? (aktuell 17)
Markus von Ahlen 20 1,1 16
Ricardo Moniz 8 1,13 13
Friedhelm Funkel 24 1,21 9
Alexander Schmidt 28 1,46 6

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