Trainer über den Abschied des Brasilianers

Von Ahlen: "Leo hatte hier eine Perspektive"

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Von Ahlen & Leonardo.

München - Markus von Ahlen hat sich am Mittwoch erstmals zum Abschied von Leonardo geäußert. Der Löwen-Trainer findet, dass er dem Spieler durchaus eine Perspektive im Klub aufgezeigt habe.

Rein körperlich hat sich Ballkünstler Leonardo verflüchtigt bei 1860. Doch so manchem Fan wird der Brasilianer im nächsten Jahr wieder begegnen, via Mannschaftskalender. Dort ist der 31-Jährige als Fotomotiv für den Februar auserkoren worden. Schwer überklebbar – die Kalender stapeln sich bereits im Fanshop.

Ob sich auch Markus von Ahlen ein Exemplar sichern wird? Der Trainer, der mit dem Wunschspieler seines Vorgängers Ricardo Moniz wenig anfangen konnte, äußerte sich am Mittwoch erstmals zu Leonardos Abschied von der Grünwalder Straße: „Leo ist und war ein absolut guter Spieler – mit seinen Qualitäten. Aber ich habe immer gesagt, ich trage die Verantwortung für die ganze Mannschaft. Ich habe Leo eine Perspektive hier aufgezeigt, aber die hat ihm kurzfristig nicht gereicht.“

Als kreativer Notnagel war sich Leonardo („Ich hatte zuletzt das Gefühl, dass ich das größte Problem bei 1860 bin“) offenbar zu schade. Trotzdem kam seine prompte Bitte um Vertragsauflösung unerwartet für von Ahlen. „Ich war schon überrascht über den Zeitpunkt“, sagt der Trainer. „Wir waren in einem guten Austausch. Aber es ist nicht die Zeit, zurückzugucken. Unser Fokus liegt auf dem Spiel gegen den FSV Frankfurt. Dieser Partie gilt unsere ganze Aufmerksamkeit.“

Am Sonntag ab 13.30 Uhr wird sich zeigen, ob der 4:1-Sieg bei Union Berlin mehr war als eine blaue Eintagsfliege. „Wir müssen endlich mal nachlegen und zu Hause gewinnen“, sagt Torjäger Rubin Okotie. Und Kollege Daniel Adlung ergänzt: „Wenn wir gegen Frankfurt gewinnen, haben wir etwas mehr Ruhe in den nächsten Wochen.“

Dass die nicht leicht werden, zeigt ein Blick auf die Tabelle und den Spielplan. Frankfurt reist als viertbeste Auswärtsmannschaft der Liga nach Fröttmaning. Nach der Delegiertenversammlung am Dienstag geht’s für die Sechziger zum Montagabendspiel beim erwachten 1. FC Nürnberg, ehe mit dem KSC das aktuell zweitbeste Auswärtsteam der Liga in der Arena aufschlägt. Mit fünf Zählern aus diesen drei Spielen würden die Löwen Gerhard Poschners Zielmarke von 20 Zählern nach 17 Spielen erreichen. Weitere Punkte gegen Kaiserslautern (H) und Leipzig (A) ergäben eine halbwegs beruhigende Ausgangsposition fürs neue Jahr. Start ist am 9. Februar gegen Heidenheim. Im Leonardo-Monat.

Leonardos letztes 1860-Training - Bilder

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lk

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