Comeback in der Regionalliga?

Schellenberg: Daran hakt eine Verpflichtung von Gebhart zu Wacker

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Wolfgang Schellenberg lotste Timo Gebhart selbst nach Burghausen. 

Timo Gebhart ist seit Sommer vereinslos. Seit rund einer Woche trainiert der Ex-Löwe beim SV Wacker Burghausen mit. Trainer Wolfgang Schellenberg bewertet die Chance auf eine langfristige Verpflichtung Gebharts. 

Zu Beginn der Saison 2016/2017 gelang dem TSV 1860 mit Timo Gebhart ein wahrer Überraschungscoup. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler kehrte an die Grünwalder Straße zurück und zog gekonnt die Fäden im Mittelfeld der Löwen. In den ersten neun Spielen war der 29-Jährige einer der Garanten für den bärenstarken Start des TSV 1860 in der Regionalliga, ehe er sich gegen Ingolstadt II eine schwere Verletzung zuzog und für lange Zeit pausieren musste. 

Der Mittelfeldspieler kam noch auf zwei Einsätze als Joker in der Rückrunde, ehe er wegen einer Achilessehnenverletzung erneut in den Krankenstand wechselte. In seinen elf Einsätze kam er immerhin auf neun  Torbeteiligungen (vier Tore, fünf Assists) im Trikot der Blauen. Trotz des Aufstiegs in die dritte Liga musste Gebhart die Löwen nach nur einer Saison wieder verlassen. Mit Blick auf seine Verletzungsanfälligkeit entschieden sich die Verantwortlichen dazu, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Für den 29-Jährigen eine große Enttäuschung, seitdem ist er auf der Suche nach einem neuen Verein.

Seit Anfang letzter Woche trainert Gebhart nun beim SV Wacker Burghausen mit. Deshalb kursierte das Gerüchte, dass der ehemalige deutsche B-Junioren-Meister vor einem möglichen Comeback in der Regionalliga steht und das, obwohl Gebhart letzte Saison noch erklärte, „nicht noch einmal Regionalliga spielen“ zu wollen. Nach der Niederlage des SV Wacker am Montagabend gegen die Amateure des FC Bayern gab Trainer Wolfgang Schellenberg Auskunft über ein mögliches Regionalliga-Comeback des vertraglosen Mittelfeldspieler. 

Obwohl der 46-Jährige seinen ehemaligen Schützling Gebhart nach Burghausen lotste, ist der Ex-Leiter des Löwen-Nachwuchsleistungszentrums skeptisch, ob sich der Spielmacher dem SV Wacker in der Winterpause anschließt: „Ich glaube nicht, wenn ich ehrlich bin“. 

Zwischen dem Tabellenvierten und Gebhart wurde von Vornherein vereinbart, dass „er sich fit machen kann“. Außerdem hat Timo Gebhart in Gesprächen klar kommuniziert, „dass es sein Ziel ist, nochmal in den Profbereich rein zu kommen“. 

Ähnlich wie zu seinen Löwen-Zeiten sieht der gebürtige Memminger seine Zukunft weiterhin im Profi-Fußball. Deshalb kommt eine Vertragsunterschrift bei Wacker „vor der Winterpause auf keinen Fall in Frage“. 

Allerdings hat Schellenberg noch nicht ganz aufgegeben, „denn natürlich ist ein gewisses Risiko vorhanden, einen lange verletzten Spieler aufzunehmen, der fast ein Jahr nicht im Spielbetrieb war“. Findet Gebhart also bis zum 31. Januar keinen neuen Arbeitgeber, könnte Wacker doch noch eine Option werden. „Dann machen wir uns natürlich ein bisschen Hoffnung, dass er ein halbes Jahr bei uns spielt.“ 

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