"Es war alles da, außer..."

Trotz Niederlage: Löwen schöpfen Hoffnung für den Endspurt

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Trotz der Heimniederlage gegen Fürth waren die Löwen zufrieden mit ihrer Leistung.

München - Trotz der nächsten Niederlage sieht Trainer Möhlmann beim TSV 1860 München Fortschritte im Abstiegskampf. Die „Löwen“ agieren mutig, verpassen aber beim 0:1 im Derby gegen Fürth eine Belohnung.

Aus dem erneuten sportlichen Rückschlag will der TSV 1860 München im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga Kraft ziehen. „Gut war, dass wir läuferisch, kämpferisch und fußballerisch gezeigt haben, was nötig ist. Das können wir mitnehmen“, resümierte Trainer Benno Möhlmann nach dem 0:1 seines Teams gegen Greuther Fürth. Der Niederlage zum Trotz sehen sich die stark gefährdeten Münchner, die weiter auf Relegationsrang 16 stehen, spielerisch im Aufwärtstrend. „Das muss uns Mut machen. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war richtig stark“, erklärte Verteidiger Jan Mauersberger.

Dass der spielerisch überlegene Auftritt von Sechzig nicht für mindestens einen Punkt genügte, dafür war am Freitagabend der frühe Siegtreffer von Robert Zulj in der 2. Minute verantwortlich. „Im Endeffekt kostet uns diese Situation das Spiel. Das ist sehr, sehr bitter“, sagte Mauersberger, der die eigene Mannschaft über „88 Minuten sehr, sehr gut“ gesehen hatte. Möhlmann lobte: „Wenn wir das weiterhin abrufen können, werden wir unsere Ziele erreichen.“

Sorgen bereitete neben ein paar eklatanten Abwehrfehlern in der Anfangsphase die haarsträubende Chancenverwertung. „Es war alles da außer Effektivität. Aber die gewinnt am Ende eben die Spiele. Gefehlt hat nur ein Tor“, meinte Mauersberger. Alleine Sascha Mölders vergab im ersten Durchgang vier Chancen. Nach der Partie präsentierte sich der Angreifer niedergeschlagen: „Wir waren die bessere Mannschaft. So grausam kann Fußball sein.“

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Mauersberger klagte: „Der Ball wollte einfach nicht ins Tor.“ Die mangelnde Kaltschnäuzigkeit schlug sich im Resultat nieder. „Das Ergebnis steht morgen immer noch, die drei Punkte für Fürth auch. Dagegen können wir uns für die 12:0 Ecken nichts kaufen“, erklärte der 61 Jahre alte Möhlmann.

Für die Gäste aus Fürth, die weder mit dem Aufstieg noch dem Abstieg etwas zu tun haben, war der frühe Treffer der Erfolgsschlüssel. „Das schnelle Tor hat uns gut getan. Wenn wir das 1:0 nicht gleich schießen, gewinnt 1860 dieses Spiel, denn wir haben nicht gut gespielt“, urteilte Veton Berisha, der den Treffer über die rechte Seite vorbereitet hatte.

Auch Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck sah wenig Grund, sein Team besonders zu loben. „Positiv ist, dass wir 40 Punkte und eine stabile Saison gespielt haben“, sagte er nach dem elften Saisonsieg. Auf das Spiel bezogen fügte er hinzu: „Abgesehen vom Ergebnis sind wir enttäuscht. So wollen wir nicht mehr spielen.“

dpa

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