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Trendwende mit sechs Toren: Löwen-Investor Ismaik ist überzeugt, dass der Knoten jetzt geplatzt ist

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Von: Ludwig Krammer

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Mitarbeiter der Woche: Stefan Lex, von Kapitän Sascha Mölders beim Torjubel unterstützt.
Mitarbeiter der Woche: Stefan Lex, von Kapitän Sascha Mölders beim Torjubel unterstützt. © sampics / Stefan Matzke

Den Schwung in die Liga mitnehmen – so lautete die Ansage von Trainer Michael Köllner nach der 1:0-Pokalüberraschung gegen den FC Schalke 04. Und tatsächlich: Viel eindrucksvoller hätten die Löwen die Vorgabe ihres Coaches nicht umsetzen können.

München - Zumindest das Ergebnis ließ am Samstag keinerlei Wünsche offen. 6:0 (2:0) gegen Aufsteiger Freiburg II, der höchste Sieg in gut drei Jahren 3. Liga. 14.600 Löwenfans im nicht ganz ausverkauften Grünwalder Stadion feierten ihr Team mit Stehapplaus und Freudengesängen.

TSV 1860: War der geplatzte Tor-Knoten der Wendepunkt?

Die große Frage, die sich nun jeder Blaue stellen dürfte: War der geplatzte Tor-Knoten beim ersten Ligasieg seit über zwei Monaten auch der Wendepunkt in dieser bislang so unbefriedigenden Saison? Für Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik ist der Fall klar: „Unsere Mannschaft hat innerhalb weniger Tage die Trendwende eingeleitet, das zeigt, dass überdurchschnittliche Qualität im Kader steckt“, ließ der Investor via Social-Media wissen. „Vor allem freut es mich für Stefan Lex, dass bei ihm der Knoten endgültig geplatzt ist.“

Schon gegen Schalke war Lex mit seinem frühen 1:0 der Mann des Abends gewesen, gegen Freiburg steuerte er mit dem 1:0 und 4:0 seine beiden ersten Saisontore bei und legte Sascha Mölders vor der Pause per clever-gekonntem Rückpass das 2:0 auf. „Am besten, man denkt nicht viel nach. Mit jedem Tor bekommt man Sicherheit. Ich hoffe, dass es jetzt wieder besser läuft“, blieb Lex gewohnt zurückhaltend. Nach dem 2:0 hatte ihm der euphorisierte Mölders sogar die Arme zum Jubel hochreißen müssen. Lex’ Kommentar: Er sei noch ärgerlich darüber gewesen, dass man die Freiburger zurück ins Spiel habe kommen lassen.

Mölders: „Brauchen jetzt nicht durchdrehen, nur weil wir einmal 6:0 gewonnen haben“

Kritisch bleiben, bei aller berechtigten Freude den Blick für die Realität nicht verlieren – diesen Eindruck vermittelten die Löwen am Samstag. „Freiburg ist eine spielerische Mannschaft. Da tun wir uns leichter als gegen tiefstehende Gegner“, analysierte Lex den effizienten Auftritt in der zweiten Halbzeit mit Toren von Fabian Greilinger, dem werdenden Papa Marcel Bär und dem von seiner Corona-Infektion genesenen Kevin Goden. Nicht zu vergessen sein eigener Treffer per Kopf nach Ecke von Daniel Wein. Im Training habe es mit dem Verlängern am kurzen Pfosten nicht richtig geklappt, sagte Lex schmunzelnd. Direkt aufs Tor sei die deutlich bessere Entscheidung gewesen.

Wie stabil der Aufwärtstrend ist, wird sich am Samstag bei Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück zeigen. „Wir brauchen jetzt nicht durchdrehen, nur weil wir einmal 6:0 gewonnen haben“, sagte Mölders: „Wir wissen, dass wir viel verschenkt haben durch die ganzen Unentschieden und sagen jetzt nicht, dass wir zur großen Aufholjagd blasen.“ Stattdessen sollen weiter Taten sprechen. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie eng das Verfolgerfeld bei Erfolgen in Osnabrück, gegen Duisburg, in Havelse und im Nachholspiel gegen Mannheim zusammenrücken könnte. Nächstes Etappenziel: Dem silbernen Oktober einen goldenen November folgen lassen. (Ludwig Krammer)

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