Fehlersuche beim TSV

Hat Ismaik seine Löwen nervös gemacht?

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Lange Gesichter: Peter Cassalette, Hasan Ismaik (r.).

München - Was war Schuld an der Heimniederlage der Löwen gegen Union Berlin? Hat etwa die Anwesenheit des Investors die Mannschaft nervös gemacht? Eine Fehlersuche mit Thomas Eichin:

Ausgerechnet das. Eine Heimpleite vor den Augen des Chefs. Gefragt, ob eine Niederlage besonders schmerzt, wenn Finanzier Hasan Ismaik auf der Tribüne sitzt, antwortete Sascha Mölders gewohnt schnoddrig: „Grundsätzlich verliert man nie gerne, das ist ja klar. Der Ball wollte einfach nicht rein, so ist das halt manchmal.“

Auch Thomas Eichin trat dem Eindruck entgegen, dass Ismaiks Anwesenheit irgendeinen Einfluss auf das Spiel gehabt haben könnte. Der Sportchef lieferte eine andere Begründung für die müde Startphase: „Wir waren heute in der ersten Viertelstunde nicht richtig da, haben ein bisschen nervös gespielt. Das war vielleicht die Angst vor dem nächsten Dreier. So was darf natürlich nicht passieren. Und dann kriegst du eben zwei saudumme Tore.“ Und dann ist sie eben vorbei, die gerade noch so gute Laune.

Eichin sieht es etwas anders als die meisten Spieler, die die Niederlage mit einer Laune des Schicksals erklären wollten. Der Sportchef bemängelte konkret, dass die Löwen bei aller Dominanz in der zweiten Hälfte einfach das Toreschießen vergessen haben: „Wenn du dir so viele Chancen rausspielst, dann muss halt auch irgendwann mal einer reinflutschen.“ Dem war aber nicht so. Das Wochenende mit dem Investor beginnt mit einem Dämpfer, doch Eichin blickt grundsätzlich frohgemut in die Zukunft: „Mund abwischen, ein bisschen ärgern – und dann geht’s weiter.“ 

Uli Kellner

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