Satzungsänderung

Löwen-Mitgliederversammlung: Fast alles bleibt beim Alten

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Volles Haus und volle Zustimmung bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung.

München - Der TSV 1860 hat seine Mitglieder am Donnerstag zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen. Der Grund: Eine Änderung der Vereinssatzung. Im Heide Volm in Planegg war volles Haus.

Mit diesem Zuspruch hatte Peter Cassalette nicht gerechnet. „Es tut mir unendlich leid, dass Sie jetzt stehen müssen“, sagte der Präsident des TSV 1860, als zum geplanten Beginn der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag um 19 Uhr immer noch Leute in den kleinen Saal der Planegger Gastwirtschaft „Heide Volm“ drängten.

Anlass der Veranstaltung war der Antrag des Vereinsmitglieds Andreas Lichtenauer, die 1860-Vereinssatzung dahingehend zu verändern, dass künftig mehrere Präsidentschaftskandidaten erlaubt sein sollen, nicht wie bisher nur ein einziger vom Verwaltungsrat ausgesuchter Kandidat. Nach der Rückkehr vom Delegierten- zum Mitgliedersystem wäre dies der zweite Schritt hin zu mehr direkter Demokratie bei 1860 gewesen. Wäre.

Denn um 21.01 Uhr, nach dem zweiten Abstimmungsversuch, stand fest, dass alles beim Alten bleibt. Von den 263 in Planegg anwesenden Mitgliedern stimmten lediglich 144 für die Satzungsänderung. Die erforderliche Dreiviertel- Mehrheit (198 Stimmen) wurde damit klar verfehlt. Bei der kommenden ordentlichen Mitgliederversammlung im Juni wird Peter Cassalette – sofern er nochmal antritt – also keinen Gegenkandidaten bekommen. Bereits zu Beginn der Veranstaltung hatte der Oberlöwe einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft geworfen: „Ich glaube, dass wir jetzt sportlich besser dastehen als vor der Winterpause.

Lesen Sie hier: Live-Ticker der Versammlung zum Nachlesen

Mit einem über jeden Zweifel erhabenen Sportdirektor und einem ebensolchen Trainer haben wir ein gutes Führungsteam, das die Mannschaft verstärkt hat. Ich hoffe, dass die letzten drei, vier Saisonspiele keine Endspiele mehr sein werden, dass wir es bis dahin schon geschafft haben.“ Würde auch für Cassalette einiges erleichtern, Satzung hin oder her.

Derweil kam es am gestrigen Vormittag doch zu einer Veränderung bei den Löwen. Assistenztrainer Collin Benjamin bat um eine vorzeitige Vertragsauflösung mit sofortiger Wirkung. Der 37-Jährige sagte, er habe beim TSV wichtige Erfahrungen machen können, jetzt sei aber „die Zeit reif, was anderes zu machen.“ Benjamin betonte weiterhin, dass er keineswegs im Streit gehe, auch Oliver Kreuzer stellte fest: „Wir wünschen ihm nur das Beste und werden ihn immer willkommen heißen.

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