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Köllner: „Elfmeterschießen ist eine Disziplin, die wir beherrschen“

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Von: Uli Kellner

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1860-Torwart Marco Hiller hält einen Elfmeter
Schlägt auch gegen Schalke seine Stunde? 1860-Torhüter Marco Hiller, bekannt als Elfmeterkiller. © Stefan Matzke / sampics

TSV Unentschieden gegen Schalke „Zu-null“ 4. Auf dem Papier ist der Zweitligist Favorit, doch der Drittligist ist speziell ab der 120. Minute unbezwingbar...

München – Sehnsuchtsort Schalke. „Road to Gelsenkirchen“ hatten Löwen-Ultras im Frühjahr auf Plakate gepinselt – ein Statement, das beide Entwicklungen damals bündelte, den Aufschwung des eigenen und den drohenden Abstieg des anderen Kultvereins. Mit der „Straße nach Gelsenkirchen“ brachten die Giesinger Fans ihre Zweitligasehnsucht zum Ausdruck, ihre Lust auf prominente Vereine an legendären Standorten. Zum Leidwesen aller Löwen blieb Gelsenkirchen ein unerreichbares Ziel – wegen der Sackgasse Ingolstadt am 38. und letzten Spieltag.

Ein Zweitliga-Duell in der Arena auf Schalke ist für 1860* in weite Ferne gerückt – ergeben hat sich dafür ein Aufeinandertreffen in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals. Für die in der 3. Liga Richtung Abstiegszone gedrifteten Unentschieden-Löwen ein „Bonus-Spiel“. Wahlweise ein „Highlight-Duell“, wie es Merveille Biankadi ausdrückt, der Torschütze beim 1:1 in Saarbrücken, dem achten Remis im zwölften Saisonspiel der 3. Liga.

Das Problem aus 1860-Sicht: Auch Schalke weist momentan eine gewisse Konstanz bei den Ergebnissen auf – eine Häufung von Zu-Null-Siegen, die an das Mantra des Schalker Jahrhunderttrainers Huub Stevens erinnert („Die Null muss stehen“). Jedes der vier letzten Zweitligaspiele haben die Königsblauen ohne Gegentor gewonnen – ein Brett, das erkennbar Eindruck hinterlässt bei den Weißblauen aus Giesing.

Der DFB-Pokal ist eine gute Plattform, um bundesweit auf unseren Verein aufmerksam zu machen. Wir hoffen, dass es eine minimale Chance gibt – die wollen wir nutzen.

1860-Trainer Michael Köllner.

„Wir freuen uns auf das Spiel“, sagte Trainer Michael Köllner auf der Pressekonferenz am Montag: „Der DFB-Pokal ist eine gute Plattform, um bundesweit auf unseren Verein aufmerksam zu machen. Wir hoffen, dass es eine minimale Chance gibt – die wollen wir nutzen.“ Ziel sei es, „das Spiel so lange wie möglich offen lassen . . .“

Personell und taktisch will sich Köllner etwas einfallen lassen, ohne jedoch „die ganz große Rotationsmaschine“ anzuwerfen. Einen Bonus dürfte jenes Team haben, das in Saarbrücken spielerisch und kämpferisch überzeugte – mit dem zuletzt grippelnden Stefan Lex, der den wieder sehr präsenten Sascha Mölders mit Bällen füttern soll. Und klar: Auch Torhüter Marco Hiller ist gesetzt – seine Stunde könnte schlagen, wenn es wie gegen Darmstadt gelingt, Schalke in einen Showdown zu zwingen. „Elfmeterschießen ist eine Disziplin, die wir beherrschen“, sagt Köllner mit Blick auf die imposante 1860-Serie am Punkt (neunmal bei den letzten neun Shootouts weitergekommen). Bewusst ist ihm aber auch: „Wir müssen eine starke Leistung zeigen, um überhaupt daran denken zu dürfen.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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