Präsident telefonierte mit Investor

Cassalette über Ismaik: "Lasse mich nicht vor ihm hertreiben"

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Peter Cassalette und Hasan Ismaik.

Estepona - Am Mittwoch ist Löwen-Präsident Peter Cassalette im Trainingslager angekommen. Dort erzählte er über ein Telefonat mit Investor Hasan Ismaik.

Am Donnerstag wird Geschäftsführer Markus Rejek erwartet, am Mittwoch um 15.07 Uhr landete Peter Cassalette in Estepona. Zusammen mit Vize Peter Helfer wird er sich bis Samstag ein Bild von der Mannschaft machen, die den Absturz in die dritte (oder möglicherweise sogar vierte) Liga noch verhindern soll.

Thema Nummer eins für den Präsidenten ist selbstredend das Verhältnis zu Hauptgesellschafter Hasan Ismaik. Ohne neue Zuwendungen des Jordaniers droht 1860 die Insolvenz und damit der Lizenzentzug.

Bei seiner Ankunft am Mannschaftshotel berichtete Cassalette über den jüngsten Kontakt zu Ismaik. „Ich habe am vergangenen Freitag mit ihm telefoniert. Er hat mich gefragt, ob ich nach London komme, aber ich habe gesagt, dass ich nur komme, wenn er etwas Entscheidendes mitzuteilen hat. Ich lasse mich nicht vor ihm hertreiben.“

Auf die entscheidenden Nachrichten aus dem Mund des Finanziers warten die Löwen bis heute. Die 100.000 Euro für die Jugendabteilung seien zwar am vergangenen Wochenende eingegangen, berichtete Cassalette, die öffentlich versprochene Million für Verstärkungen indes „ist bei uns noch nicht angekommen“. Allerdings habe ihm Ismaik telefonisch zugesagt, 1860 weiterhin zu unterstützen, Darlehen zu verlängern.

Für die Lizenz (Stichtag 15. März) ist freilich ein frisches Darlehen über rund fünf Millionen Euro vonnöten. Noch glaubt Cassalette an ein gutes Ende. „Die Insolvenz bereiten wir noch nicht vor“, sagte er den versammelten Reportern und Fans in Estepona. Aber man müsse „sehen, wie lange man das Risiko gehen kann“.

Idealerweise will der Präsident bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am kommenden Donnerstag substanzielle Antworten parat haben. Die Sprachregelung im Verein sieht es vor, den Jordanier nicht unnötig zu provozieren. Gefragt nach Ismaiks Facebook-Botschaften wollte Cassalette dementsprechend keinen Kommentar abgeben. „Ich werde mich nicht äußern, was der Investor da jeden Tag von sich gibt. Abgesprochen ist es nicht, ich bin genauso überrascht wie alle anderen.“ Ob es gut für den Verein sei, was aktuell ablaufe, darüber könne man „geteilter Meinung“ sein, so der Präsident. Alles gesagt.

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