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Bierofka: „Für die Spieler gibt’s jetzt Feuer“

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Von: Florian Fussek

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2:3 beim KSC nach Schlafmützen-Hälfte –  Bierofka stocksauer
2:3 beim KSC nach Schlafmützen-Hälfte –  Bierofka stocksauer. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke

TSV 1860 hat gegen den KSC in Karlsruhe verloren. Löwen-Coach Daniel Bierofka möchte nun gegen Zwickau etwas ganz anderes sehen und macht eine ziemlich klare Ansage.

Karlsruhe - Die Löwen-Spieler erwartet eine heiße Woche! „Es gibt richtig Feuer. Das haben sie gerade schon in der Kabine bekommen. Man kann verlieren. Es muss aber schon eine Persönlichkeit und Charakter auf dem Platz sein – das habe ich in der ersten Halbzeit nicht gesehen“, sagte Daniel Bierofka nach der 2:3 (1:3)-Niederlage in Karlsruhe. 

„Jeder muss sich jetzt hinterfragen. Habe ich die richtigen Spieler aufgestellt? Die Spieler müssen sich fragen, warum sie in der ersten Halbzeit keine Leistung gezeigt haben. In den nächsten vier Spielen brauchen wir eine andere Körpersprache!“

Drei Standard-Gegentore in einer Halbzeit – zwei Ecken, ein Einwurf – sorgten für die verdiente Niederlage beim KSC. Auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Simon Lorenz fiel nach einem ruhenden Ball (29.). Adriano Grimaldis Anschlusstreffer kam zu spät (90.). Bierofka: „Wenn man sich die drei Gegentore anschaut, hätten wir hier gar nicht herfahren müssen.“

„Das war ein Tiefschlag“

Es sollte endlich der erste Auswärtssieg seit dem 25. August in Aalen (4:1) eingefahren werden – doch die Löwen erwischten einen Schlafmützen-Start. Eine verlängerte Ecke kam zum völlig frei stehenden Ex-Löwen Anton Fink, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste (4.). 

„Das war ein Tiefschlag“, sagte Aaron Berzel, der sein Startelfdebüt gab. In der Folge versuchten die Löwen das Spiel zu kontrollieren – ohne gefährlich zu werden. Auch die Standards verpufften – bis zur 29. Minute. Mit der ersten richtig gefährlichen Aktion klingelte es im Kasten des KSC. Phillipp Steinharts Ecke fand Simon Lorenz – der Ausgleich.

Eine mickrige Minute lang durften sich die über 3000 mitgereisten Fans freuen – dann folgte die doppelte kalte Dusche. Innerhalb von fünf Minuten hauten sich die Löwen zwei Standards fast selber rein. Zuerst durfte Ex-Löwe Marvin Pourie das Geschenk der Hintermannschaft nach einem Einwurf annehmen (30.), dann boxte Keeper Marco Hiller KSC-Kapitän David Pisot die Kugel nach einer Ecke vor die Füße (35.). „Den Ball muss ich haben“, gab der Keeper zu.

3 Liga KSC Karlsruher SC TSV 1860 München - Saison 2018 / 2019
Links Grimaldi im Einsatz. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke

So reagierte der Löwen-Coach

Bierofka reagierte – und wie! Qurin Moll und Kapitän Felix Weber blieben zur Pause in der Kabine, dafür kamen Sascha Mölders und Stefan Lex. Viel besser wurde das Spiel aber nicht. Lex (47.) und Mölders (64.) hatten zwar zwei Mini-Chancen, doch das war viel zu wenig, um den Aufstiegsaspiranten in Verlegenheit zu bringen. Die besseren Möglichkeiten hatte der KSC (Pourie 67., 80.). Dass Grimaldi, nach Kopfball-Ablage von Mölders, noch den Anschlusstreffer erzielte, interessierte kaum noch (90.). 

Bierofka: „Ich stelle mich immer hinter meine Mannschaft, aber so, wie in der ersten Halbzeit, kann man nicht Fußball spielen. Ich brauche am Samstag Spieler, die Gras fressen!“ Zwickau wird zum Charaktertest! 

Das Spiel der Löwen können Sie hier im Ticker nachlesen.

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Florian Fussek

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