Diese Euphorie

Schon jetzt ist klar: Eric Weeger wird am Sonntag Rekord brechen

Der TSV-1860-Verteidiger Eric Weeger erzählt begeistert vom 10. Mai 2016. Wissen Sie sofort, warum? Am Sonntag wird er seinen persönlichen Rekord von damals brechen. 

Eric Weeger ist ein ruhiger Zeitgenosse. Doch wenn er vom 10. Mai 2016 erzählt, bekommt der Löwe glänzende Augen. Damals stand das Halbfinale der deutschen A-Jugend-Meisterschaft an – vor 15.117 Zuschauern im Dortmunder Signal-Iduna-Park. Weeger führte seine Mannschaft (u.a. mit Felix Uduokhai und Florian Neuhaus) zum 2:1-Sieg beim BVB (mit Christian Pulisic). „Das war mein Highlight-Spiel und mein Zuschauerrekord“, sagt der 20-Jährige mit strahlendem Lächeln. Am Sonntag wird dieser Rekord gebrochen werden. 

Beim Derby der Löwen in der Augsburger Bundesliga-Arena werden über 20.000 Zuschauer erwartet. „Das ist für mich positiver Druck“, sagt Weeger. „Wenn du rausgehst, blendest du alles aus.“ Eric, der Ruhepol. Der Rechtsverteidiger spielt bei Daniel Bierofka eine wichtige Rolle. Von 15 Spielen in der Liga stand er in acht Spielen in der ersten Elf. Beim Spiel in Unterföhring gelang ihm ein Traumtor aus 25 Metern in den Winkel. „Am Anfang habe ich mich noch ein bisschen schwergetan“, gesteht Weeger. Genau wie die Mannschaft. „Wir haben dazugelernt. Das Spiel in Eichstätt (2:1-Sieg) war so wie das in Buchbach (0:1-Niederlage)– doch jetzt gewinnen wir solche Spiele.“ 

Eric Weeger (TSV 1860 München) am Ball.

Stabilität, Mentalität, Klasse. Mittlerweile hat sich Weeger auf seiner Position festgebissen. „Uns hilft brutal, dass die Fans jeden Fehler verzeihen“, sagt er. Weeger kommt aus Wolframs-Eschenbach. Das 3045-Seelen-Städtchen bei Ansbach ist bekannt für Wolfram von Eschenbach. Der mittelalterliche Dichter schrieb den Parzival. „Habe ich nicht gelesen“, sagt Weeger und lacht. Dass er aus Franken kommt, hört man an seinem Dialekt, obwohl er schon in der U 15 nach München ins Internat ging. Weeger fährt noch oft in die Heimat – auch weil dort seine Freundin wohnt. In München hat er eine Wohnung zwei Minuten vom Trainingsgelände entfernt. Wenn Weeger über sein Jugend-Vorbild spricht, muss er lachen: Ronaldinho! „Damals war ich auch noch Zehner!“ Ob er ein paar Tricks und Finten des begnadeten Brasilianers draufhabe? Weeger weiß sich einzuordnen: „Ich bleibe lieber bei meinen Sachen.“ Trainer Daniel Bierofka wird’s mit Erleichterung lesen.

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ffu/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © MIS

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