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TSV 1860: Ex-Boss nennt Reisinger einen „falschen Sechziger“

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Ex-Präsident Peter Cassalette und Investor Hasan Ismaik
Ex-Präsident Peter Cassalette und Investor Hasan Ismaik. © dpa / Tobias Hase

Nach der Breitseite von 1860-Chef Reisinger gegenüber seinem Vorgänger holt dieser nun zum Gegenschlag aus. Der Löwen-Präsident sei als Verwaltungsrat selbst mitverantwortlich für die Schuldenpolitik.

München - Die Veröffentlichung der katastrophalen Bilanz für die Abstiegssaison 2016/17 (22 Millionen Euro Verlust) sorgt weiterhin für Wirbel beim TSV 1860. Nach der Kritik von Präsident Robert Reisinger, der seinen Vorgänger Peter Cassalette via Bild attackiert hatte („Er wollte an der Seite eines Mannes wie Ismaik selber als Macher gelten“), konterte Cassalette nun via Pressemitteilung, die in der Nacht zum Sonntag über Ismaiks Investmentfirma HAMG verschickt wurde.

Darin sagt der inzwischen als Ismaik-Statthalter im KGaA-Aufsichtsrat tätige Cassalette: „Dass Reisinger einen Tag vor der Mitgliederversammlung gegen mich nachtritt, ist ein schäbiges Verhalten. Damit will er von seinem eigenen Fehlverhalten ablenken. Ich sage klipp und klar: Reisinger war als Verwaltungsrat selbst Teil der Schuldenpolitik. Er hat – wie seine beiden Vizes Hans Sitzberger und Heinz Schmidt auch – immer alle Entscheidungen, sei es für Spielertransfers oder Infrastruktur am Vereinsgelände, mit abgenickt. Dass Reisinger darüber nicht spricht, passt zu seinem Charakter. Reisinger ist kein falscher Fünfziger, sondern ein falscher Sechziger. (...) Sein Spiel ist für jeden durchschaubar.“

Für wen ist die Mehrheit? Basis votiert gegen Ex-Präsident

Die Basis scheint dem aktuellen Präsidenten dennoch näherzustehen – sie versagte Cassalette am Sonntag bei der Mitgliederversammlung die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 und strafte ihn nachträglich für seine Beteiligung an der Misswirtschaft ab: 779 Nein- bei nur 141 Ja-Stimmen ergaben einen deutlichen Denkzettel.

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tz/mm

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