1860-Stürmer will jubeln, wenn er gegen Ex-Kollegen trifft

Grimaldi scherzt vor seiner Rückkehr nach Münster: „... dann wäre ich wahrscheinlich nicht hier“

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„Natürlich würde ich jubeln!“, Fan-Liebling Adriano Grimaldi will gegen den Ex-Klub Münster treffen.

Adriano Grimaldi hat eingeschlagen in Giesing. Beim TSV 1860 hat der Neu-Löwe die Herzen der Fans erobert. Nun will Grimaldi gegen den Ex-Klub Münster treffen und jubeln.

München - Drei Tage, drei Optionen. Für Löwen-Trainer Daniel ­Bierofka wird’s nicht leicht, die ideale Sturmbesetzung fürs Auswärtsspiel bei Preußen Münster zu finden. Soll er seinen Doppeltorschützen Sascha Mölders aus der Startelf nehmen, nun da Adriano Grimaldi seine Gelbsperre abgesessen hat? Soll er Grimaldi gegen dessen ehemaligen Klub nur als Joker einplanen? Oder ist die Zeit mal wieder reif für den sogenannten Ochsensturm Mölders/Grimaldi, was wohl einen Bankplatz für den im Aufschwung befindlichen Efkan Bekiroglu bedeuten würde? 

TSV 1860 München muss zu Preußen Münster

Fragen, die der Löwen-Trainer der Öffentlichkeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erst per Aufstellungsbogen am Samstag mitteilen wird. Sicher ist so weit nur eines: „Preußen wird uns von Anfang an pressen wollen. Das wird ein sehr zweikampfbetontes Spiel.“

„Natürlich würde ich jubeln!“

Der Adressat dieser Worte sollte wissen, wovon er spricht. Bis zum Frühsommer spielte Adriano Grimaldi für Münster, schoss 15 Tore in der Saison 2017/18 und landete mit Preußen am Ende auf Rang zehn, 17 Punkte hinter dem drittplatzierten Karlsruher SC.

Dass Münster vor dem Wiedersehen am Samstag (14 Uhr, BR) zum Aufstiegskandidaten avanciert ist? Grimaldi nimmt‘s mit Humor. Klar habe er die „der-Bremser-ist-weg-Frage“ erwartet, sagt er und grinst. „Wir haben jetzt 13 Spieltage hinter uns, von daher sollte man noch nicht allzu viel ableiten. Ich habe Münster ziemlich weit oben erwartet. Platz zwei ist vielleicht ein bisschen zu hoch.“ Ein Satz, den sie in der alten Heimat mit Interesse vernehmen werden. Münster ist derzeit das Team der Stunde – und das in vielerlei Hinsicht, wie msl24.de* erklärt.

Grimaldi ist mit einem Ziel nach München gekommen

Trotzdem hofft Grimaldi auf einen freundlichen Empfang. Anders als vor ein paar Wochen in Osnabrück gebe es keinen Hass. Und falls es doch ins Negative kippen sollte? „Dann“, sagt Grimaldi, „ist mir das auch egal.“ Ruhe, Erfahrung, Durchsetzungsstärke – diese drei Eigenschaften zeichnen den 27-Jährigen bei 1860 aus. Er sei nach München gekommen, „um hier etwas mitzuentwickeln“, sagt Grimaldi. Trotzdem macht er keinen Hehl aus seinen Ambitionen, noch einmal höherklassig spielen zu wollen. „Das ist mein klares Ziel“, sagt er. Bei seinen Zweitligastationen in Düsseldorf (2011/12) und Heidenheim (2014-16) hätten ihm noch ein paar Prozente gefehlt. 

Was den Löwen noch fehle? Grimaldi überlegt kurz. „Es sind Kleinigkeiten“, setzt er an. „Zweikampfverhalten im Mittelfeld, Laufwege...“ Chancenverwertung? „Auch das natürlich“, sagt er. „Wenn ich alle meine Chancen verwertet hätte, dann stünde ich jetzt nicht bei vier, sondern bei 15, 20 Toren.“ Kurze Pause, ein Grinsen: „Aber dann wäre ich wahrscheinlich nicht hier.“

Gegen Münster am Samstag will Grimaldi Effektivität beweisen. Ob er im Fall der Fälle auch jubeln werde? „Natürlich werde ich das!“, sagt er. „Ich will mit meinem Jubel ja niemanden lächerlich machen.“ Gesunde Einstellung. 

lk

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