Investor sieht Sieg gegen St. Pauli

Ismaik zufrieden: "Gekämpft wie die Löwen"

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Hasan Imaik (li.) begrüßt Vizepräsident Hans Sitzberger (mi.) und Ober-Löwe Peter Cassalette (re.).

München - Neues Präsidium, eine Siegesserie und ein Stürmer, der wieder trifft: Beim TSV 1860 geht es sportlich wie personell bergauf.  

Rubin Okotie war die Erleichterung deutlich anzusehen: Mit dem Treffer zum 2:0 gegen den FC St. Pauli endete die lang andauernde Torflaute des Österreichers. Seit drei Monaten hatte er nicht mehr getroffen. Sein bislang letztes Tor erzielte Okotie am 27. September beim Unentschieden gegen RB Leipzig. Der Österreicher, in der Vorsaison mit 13 Toren noch der gefährlichste Löwe, sucht seit seiner Verletzung in vergangenen Frühjahr seine Form. Am Saisonende läuft sein Vertrag aus, wegen seines Formtiefs war zuletzt sogar über einen möglichen Wechsel im Winter spekuliert worden. Auch vor diesem Hintergrund war das Tor wichtig für den Österreicher.

Aber der Heimsieg gegen den vermeintlichen Favoriten aus St. Pauli gelang nicht durch Okotie alleine. Die gesamte Mannschaft überzeugte durch viel Einsatz und Willenskraft. Neuzugang Michael Liendl präsentierte sich als starker Spielmacher, der viele gute Angriffe der Blauen einleitete und selbst sehenswert mit einem "linken Strahl" den Führungstreffer erzielte. "In unserer Lage ist nicht wichtig, ob ein Tor schön ist oder nicht. Es war einfach ein sehr wichtiger Sieg", sagte Liendl nach dem Spiel. "Wir müssen den Schwung einfach mitnehmen. Aber die Grundbasis ist und bleibt die Defensive."

Mit dem zweiten Saisonsieg setzt sich der Aufwärtstrend der Löwen fort. Inzwischen sind die Münchner seit vier Pflichtspielen ungeschlagen. Neben dem Erfolg im DFB-Pokal holten sie sieben Punkte aus den vergangenen drei Ligaspielen. Zum ersten Mal seit dem fünften Spieltag haben die Löwen damit die direkten Abstiegsplätze verlassen und rangieren jetzt auf Rang 16. Gleich dahinter liegt allerdings punktgleich Fortuna Düsseldorf. 

Noch wartet also viel Arbeit vor dem Team und den Verantwortlichen, bis die sportliche Krise gemeistert ist. Das sieht auch Trainer Benno Möhlmann so, der nach dem Spiel hochzufrieden mit seinem Team war: "Wir müssen weiterarbeiten. Ich hoffe, dass uns der Sieg gegen eine gute Mannschaft selbstbewusst macht, damit wir zukünftig von Beginn an diese Leistung bringen."

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Während die Spieler auf dem Rasen jubelten, gab es in Loge 3 der Allianz Arena ein besonderes Treffen: Dort lernten sich Investor Hasan Ismaik und der neue Präsident Peter Cassalette persönlich kennen. Der Jordanier freute sich, Zeuge des zweiten Saisonsiegs zu werden: "Wir haben heute gekämpft wie Löwen. Das Auftreten der Mannschaft hat mir gut gefallen. So muss das immer sein", ließ Ismaik anschließend über die Presseabteilung der Münchner verlauten. Bis Montag wird er in München bleiben. Zeit genug, um Bekanntschaft mit den anderen neuen Entscheidungsträngern im Verein, Benno Möhlmann und Sportchef Oliver Kreuzer zu machen.

Die Löwen gewinnen das erste Spiel unter ihren neuen Präsidenten und unter den Augen des angereisten Investors - hoffentlich ein gutes Omen für die kommenden Wochen.

sr

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