1. tz
  2. Sport
  3. 1860 München

Letzter Check vor Relegations-Rückspiel: So steht‘s um beide Klubs

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Florian Fussek

Kommentare

Der Jahn oder 1860: Wer spielt nächste Saison in Liga 2?
Der Jahn oder 1860: Wer spielt nächste Saison in Liga 2? © dpa/Imago

Während Jahn Regensburg optimistisch nach München fährt, geht es für die Löwen am Dienstagabend um alles. Unsere Zeitung gibt einen Stimmungsüberblick vor dem Spiel.

München - Vitor Pereira beschrieb die Situation am Montag martialisch. „Ich hoffe, dass ich am Mittwoch noch lebe", sagte der 1860-Trainer bei der Pressekonferenz. Nein, um sein Leben muss der Portugiese auch bei einem möglichen Abstieg nicht fürchten. Seinen Job wäre er dann freilich los. Für die Löwen heißt es am Dienstag im Relegationsrückspiel gegen Jahn Regensburg (bei uns im Live-Ticker): Erlösung oder Verdammnis. Für den Gegner aus Regensburg lautet die Frage eher: gute oder sehr gute Saison? Die tz gibt einen Stimmungsüberblick vor dem Spiel.

Wie ist die personelle Situation?

Romuald Lacazette sah im Hinspiel die fünfte Gelbe Karte und ist damit am Dienstag gesperrt. Aber auch ohne sein Aus hätte Hinspiel-Schütze Florian Neuhaus wohl den Vorzug im zentralen Mittelfeld bekommen. „Er wird im Kader sein – er kann uns helfen. Er ist ein guter junger Spieler”, lobte Pereira seine Einwechslung vom Hinspiel. Ebenfalls gesperrt ist Marin Pongracic. Durch die Gelb-Rote Karte muss Pereira seine Dreierkette mal wieder umstellen. „Aber wir haben gute Spieler in der Hinterhand, wir werden keine großen Defizite haben”, versicherte er. Felix Uduokhai ist immer noch keine Option. Wahrscheinlich wird der Relegationsheld von 2015, Kai Bülow, in die Mannschaft rücken.

Neue Ausfälle gibt’s beim Jahn nicht. Bei Stürmer Jann George (zehn Tore, acht Vorlagen), der das Hinspiel verpasste, ist Trainer Heiko Herrlich zuversichtlich, dass er Dienstag spielen wird. Weitere Änderungen sind nicht zu erwarten. „Im Großen und Ganzen kann man sich an der letzten Aufstellung orientieren“, sagte Herrlich am Montag.

Wie gehen die Mannschaften ins Spiel?

In der ersten Halbzeit am Freitag war Regensburg den Löwen in allen Belangen überlegen. „Im Hinspiel war das größte Problem unsere Herangehensweise an das Spiel. Du kannst gegen diesen Gegner keine Räume zwischen den Linien zulassen. Wir müssen ruhiger und organisierter sein“, sagte Pereira, „Ich erwarte, dass wir besser spielen als im Hinspiel. Wir müssen kompakter sein und dem Gegner weniger Freiheiten lassen.“

Beim Jahn ist man auf eine blaue Leistungssteigerung vorbereitet. „1860 wird sich nicht hinten reinstellen – ihre Ausrichtung ist offensiv“, sagte Herrlich. Regensburg muss mindestens ein Tor schießen, um aufzusteigen. „Das muss aber nicht nach fünf Minuten fallen“, sagte Herrlich. Das klingt nach kontrollierter Offensive der Oberpfälzer. Der Jahn baut auf seine Auswärtsstärke, hat dieses Jahr in der Fremde noch kein Spiel verloren.

Wie wird die Kulisse aussehen?

Die Löwen erwarten über 60.000 Zuschauer. „Ich habe schon einmal vor so einer Kulisse gespielt. Aber in diesem Verein, das ist eine ganz andere Sache. Das ist außergewöhnlich in einer solchen Situation. Dass man im Kampf um die Klasse so viele Zuschauer hinter sich hat, das ist beeindruckend, immer wieder aufs Neue“, sagte Pereira. „Ich hoffe, dass die 60.000 Zuschauer die Leistung bekommen, die sie verdient haben!“

Für die Regensburger wird das Spiel ein Highlight der Klubgeschichte. „Ich habe letzte Woche mal zum Spaß gefragt, ob wir eine Arena-Führung machen und vielleicht danach noch in den Fanshop schauen sollen. Ich habe dann meinen Co-Trainer rumgehen und fragen lassen, wer wohin möchte“, erzählte Herrlich am Montag lächelnd. „Da wir aber dort unser Abschlusstraining haben, haben wir die Führung abgesagt.“ Statt schöner Eindrücke wollen die Regensburger lieber den Aufstieg mitnehmen.

Auch interessant

Kommentare