Aiglsbach hofft auf das Wunder

„50 Hektoliter Bier – das sollte langen“ –  TVA-Vorstand über das bevorstehende Duell mit den Löwen

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Wenn Mienen sprechen: die Löwen nach dem 0:0 gegen Meppen. 

Der Landesligist TV Aiglsbach empfängt heute den TSV 1860 im Totopokal – vor 2800 Zuschauern. 

München– Null zu vier gegen Waldhof Mannheim, Null zu Null gegen den SV Meppen – es sind magere Wochen, die der TSV 1860 derzeit durchlebt. Am Samstag kam auch noch Schiedsrichter-Frust hinzu, als Referee Benedikt Kempkes den Drittliga-Löwen wegen angeblichen Foulspiels und Abseits zwei Treffer verweigerte. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass wir die Torchancen nicht verwertet haben. Wenn man kein Tor schießt, hat man es auch nicht verdient zu gewinnen“, sagte Sechzig-Coach Daniel Bierofka, der sich schwer tat, im Diplomatie-Modus zu bleiben.

Gut, dass der Terminkalender nicht viel Zeit zum Hadern gestattet. Schon heute Abend um 19 Uhr müssen die Löwen in der zweiten Runde des Totopokals beim Landesligisten TV Aiglsbach antreten. Für den Dorfverein aus der Holledau ist es das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Und an Selbstvertrauen mangelt es dem TVA nach dem Erstrunden-Sieg gegen Regionalligist Eichstätt nicht, wie Vorstand Georg Schmidt im Interview verdeutlicht.

Herr Schmidt, wo erwischen wir Sie gerade, Herr Schmidt?

Beim Bier-Einräumen (lacht). Wir sind in der Endphase des Aufbaus, jetzt sind die Schankwägen dran. Die Paletten für die Stehtribünen haben wir fertig. Das war schon ein sauberer Aufwand, den wir da getrieben haben..

Wie viel Bier haben Sie denn kalt gestellt?

50 Hektoliter, das sollte langen. Es gibt ja auch noch andere Getränke. Da wird uns nix ausgehen. So schön soll das Wetter ja leider nicht werden. Die 2800 Karten waren in Nullkommanix ausverkauft.

Wie viel Unterstützung erwarten Sie sich?

Ach, da hab ich überhaupt keine Bedenken. 400 Karten hat Sechzig direkt bekommen. Und natürlich sind viele Karten an Löwen-Fanklubs aus der Region gegangen. Aber ich hab’ in den letzten paar Tagen mit etlichen Blauen von hier geredet, die angefressen sind, was bei Sechzig politisch läuft. Auch mit dem Karsten (Wettberg) hab ich geredet, der wohnt ja hier gleich ums Eck, in Elsendorf. Er hat gesagt, dass ein gespaltenes Sechzig nie mehr auf die Beine kommt. Und so denken hier viele. Dieses Lagerdenken geht den Leuten auf die Nerven – und deshalb wünschen sich nicht wenige einen Denkzettel für ihren eigenen Verein. Also ein Auswärtsspiel wird das ganz bestimmt nicht für uns.

Am Samstag setzte es für Aiglsbach ein herbes 2:6 im Aufsteiger-Duell beim VfB Straubing. Hat sich Ihr Team geschont?

Das weiß ich nicht. Wir haben wirklich viele Spiele gehabt in letzter Zeit. Ein Tag mehr Pause hätte uns schon sehr gut getan. Unter den vielen Spielen war auch das 2:1 gegen den zwei Klassen höher spielenden VfB Eichstätt.

Wie viele Reservisteneinsätze dürfen sich die Löwen im Aiglsbacher Hexenkessel erlauben?

Da misch ich mich nicht ein (lacht) – das ist ganz allein die Sache von Daniel Bierofka. Ich sag nur eines: Dann könnte es knapp werden . . .

Halten Sie es selbst auch mit den Blauen oder sind Sie andersgläubig?

Ich bin ein Tiefroter, aber ich respektiere auch die andere Seite. Mein Vater war ein Blauer durch und durch – und meine Kinder sind Liverpool-Fans(lacht). Mei, so ist halt der Lauf der Dinge. Es könnte schlimmer sein.

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