OB Reiter sagt Unterstützung zu

Heißer Herbst für 60: Drei Lokalderbys und knackige Gegner

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Hofft auf drei Punkte gegen Lautern: Bierofka

Den Löwen steht ein heißer Herbst bevor. Drei Lokalderbys stehen bis Ende November auf dem Programm - ob es ihnen gelingt ihren Platz in der 3. Liga zu festigen?

Da saßen sie also – und gaben ein leicht bemitleidenswertes Bild ab. Die alkoholfreien Mass’n standen schon bereit, als die Löwen-Profis am Dienstagabend auf der Galerie des Hackerzelts eintrafen. Unten tobte das Feiervolk, oben war Wiesn light angesagt. Mehr als ein Anstandsbesuch beim Sponsor war nicht drin. Das lange Nachmittagstraining, Stau am Ring und die strengen Einlasskontrollen hatten eine fast einstündige Verspätung verursacht – und eine „Nachfeierzeit“ über 21 Uhr hinaus kam nicht in Frage. 

Nicht mit Daniel Bierofka, der die Regeneration vor dem Lautern-Spiel über alles stellt. Der 1860-Coach kennt schließlich den Spielplan und weiß: Ein Sieg am Samstag wäre elementar, um sich punktemäßig für den „heißen Herbst“ zu wappnen. Auf die erste Woche des Oktoberfests folgt bekanntlich der Oktober – und da wird es nicht nur auf den erntebereiten Äckern hektisch, sondern auch auf den Fußballfeldern der 3. Liga. Um im Bild zu bleiben: Die Trauben hängen hoch für den Giesinger Hinterhofbetrieb, denn bis Ende November stehen unter anderem drei Lokalderbys auf dem Programm. Dazu das bayerische Duell in Würzburg – und andere knackige Auswärtsaufgaben. Rostock (Platz 6 der Heimtabelle), Halle (Dritter ebenda) – danach, kurz vor dem Advent, dürfte sich tabellarisch die Spreu vom Weizen getrennt haben. 

TSV 1860 München: Heimsiege sollten Pflicht sein

„Wir als Stadt können die Hardware liefern, die Sechziger müssen die sportliche Software beisteuern“, hatte OB Dieter Reiter seinen Wiesn-Gastgebern ins Stammbuch geschrieben – verbunden mit der Empfehlung, im Hinblick auf den geplanten Umbau des Grünwalder Stadions an der Stabilität zu arbeiten, sportlich und vereinspolitisch: „Ich wünsche 1860, dass sie in diesem Jahr nicht wieder gegen den Abstieg spielen, sondern sich irgendwann mal konsolidieren.“ 

Heimsiege sind Pflicht, wenn man sich auswärts schwer tut wie die Löwen. Und als Reiter seiner Derby-Sehnsucht Ausdruck verlieh, meinte er ausdrücklich nicht die Duelle mit Bayern II (24. November) und dem potenziellen Stadion-Vermieter Unterhaching, die am 11. Oktober (Totopokal) und 1. Dezember (Liga) auf den TSV 1860 zukommen. Vor einem Jahr fiel das Wiesn-Derby gegen Haching (1:1) mitten hinein in eine Phase der Herbstdepression: Heim-1:2 gegen Wehen, 1:1 gegen Würzburg, 0:1 in Meppen. 

Diesmal sollten die Löwen konstanter punkten, um nicht gleich wieder unten reinzurutschen. 26 Punkte hatte Bierofkas Team zum Jahreswechsel 2018/19 auf der Habenseite (nach 20 Spielen). Den versöhnlichen Jahresabschluss gab es zwei Tage vor Heiligabend zu feiern – mit einem Heimsieg just gegen den 1. FC Kaiserslautern. Ein Sieg am Samstag, dann könnten die Löwen etwas entspannter in die nähere Zukunft blicken – und vielleicht auch echtes Bier trinken.
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Ein Prosit auf das neue Sechzger! OB und 1860 stoßen auf Stadionausbau an.

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