Rundumschläge statt positive Signale

Ismaik poltert weiter - heute soll Cassalette berichten!

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Hasan Ismaik (l.) verbreitet derzeit keine positiven Signale.

München - Peter Cassalette ist wieder da. Der Löwen-Präsident war bei Investor Hasan Ismaik zu Besuch. Am Dienstag sollen die Ergebnisse bekannt gegeben werden.

Ein paar Wochen ist es her, da hielt der TSV 1860 auf der Schwaiger-Alm am Tegernsee seine Weihnachtsfeier ab. Rund 80 Personen waren eingeladen und gekommen, die Mannschaft, Betreuerstab, Geschäftsstellenmitarbeiter usw. Das Präsidium aber stand nicht auf der Gästeliste, und wie später zu hören war, fanden das Peter Cassalette sowie seine drei Vizes Hans Sitzberger, Heinz Schmidt und Peter Helfer alles andere als lustig. Manch einer soll sogar vor Wut getobt haben. Die Begründung, es sei eben eine reine KGaA-Veranstaltung gewesen, empfanden die Führungskräfte des e.V. wohl zu Recht als vorgeschoben und reichlich dünn.

Diese Fragen beschäftigen die Löwen

Am Montag allerdings konnten die wichtigen Herren von der Alm, Geschäftsführung und sportliche Leitung, es gar nicht erwarten, mit Cassalette an einem Tisch zu sitzen. Der Präsident hielt sich bekanntlich fünf Tage bei Investor Hasan Ismaik in Abu Dhabi auf und sollte über die dort geführten Gespräche berichten. Es ging natürlich ums Geld. Geld, das Ismaik zur Verfügung stellen soll, damit die Löwen zum einen sportlich, zum anderen wirtschaftlich eine Überlebenschance haben.

So standen folgende Themen zur Diskussion:

  • Überweist Ismaik die Million, die er für Winterneueinkäufe versprochen hat?
  • Darf der TSV 1860 die zwei Millionen aus der Ablöse für Marius Wolf behalten, oder muss er sie, wie vergangenen Sommer die drei Millionen, die Weigl und Wood einbrachten, nach Abu Dhabi überweisen?
  • Zahlt Ismaik eventuell selbst die 750 000 Euro Strafe an die DFL, die dem TSV 1860 aufgrund nicht eingehaltener Lizenzauflagen ins Haus steht?
  • Und der allerwichtigste Punkt: Wird Ismaik im März doch wieder die fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen, die 1860 benötigt, um die Lizenz für die kommende Saison zu erhalten?

Die Antworten sollen am Dienstag bekanntgegeben werden.

Wozu er gewillt ist, hätte der Jordanier eigentlich schon am Sonntag auf seiner neu eingerichteten Facebook-Seite andeuten können. Das war aber nicht der Fall. Er polterte lieber weiter, nachdem er zuletzt bereits zu etlichen Rundumschlägen auf Facebook angesetzt hatte. Am späten Sonntagabend nahm sich Ismaik des Stadionthemas an und postete Folgendes: „Die Löwenanteile an der Allianz Arena wurden verkauft. Profitiert hat der FC Bayern. Euer Geld fließt in die Allianz Arena – sechs Millionen jährlich! Wer profitiert davon?“ Die Frage hat er ja selbst schon beantwortet: der FC Bayern.

Die Löwenanteile an der Allianz Arena wurden verkauft.Profitiert hat hierbei der F. C. Bayern!Euer Geld fließt in die Allianz Arena –6 Millionen Euro jährlich!Wer profitiert hiervon?#ismaik1860

Posted by Ismaik1860 on Sonntag, 10. Januar 2016

Gute Signale? Fehlanzeige!

Es ist alles etwas wirr, und gute Signale sehen anders aus. Sollte Ismaik Cassalette zu verstehen gegeben haben, dass er mit den fünf Millionen im März nicht rechnen kann, dann müsste man sich beim TSV 1860 ab sofort damit beschäftigen, Insolvenz anzumelden und sich auf einen Abstieg in die Vierte Liga vorzubereiten. Die Hoffnung, einen neuen Investor aufzutreiben, der Ismaik die Anteile zu einem Preis abkauft, mit dem er zufrieden ist, schwindet von Tag zu Tag mehr. Stünde ein ernsthafter Bewerber parat, hätte der längst seinen Hut in den Ring werfen müssen. Um die Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt finanziell aufzurüsten.

tz

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