1860-Investor

Ismaik holt nach Jena-Pleite zum Gegenschlag aus: „Warum halten die Löwen nicht zusammen?“

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Hasan Ismaik meldete sich nach der 1860-Pleite gegen Jena.

Nach der Niederlage des TSV 1860 gegen Jena hat sich Investor Hasan Ismaik zu Wort gemeldet. Er gibt sich zuversichtlich, schießt aber auch offen in Richtung Führungsebene.

München - Der Schock sitzt noch tief bei den Löwen. Nach der 1:3-Heim-Niederlage gegen Jena muss sich der TSV nun auch so langsam mit dem ungeliebten Thema Abstiegskampf beschäftigen. Nach der Partie meldete sich nun auch Investor Hasan Ismaik zu Wort. Seine Botschaft beginnt zunächst durchaus positiv, dürfte aber nicht bei allen im Verein für Freude sorgen.

„Natürlich bin auch ich enttäuscht über das heutige Ergebnis gegen Jena. Das habe ich mir anders vorgestellt“, beginnt Ismaik seinen Facebook-Post und dürfte damit allen Löwen-Fans aus der Seele sprechen. Dennoch sieht der Investor auch nach der Pleite nicht alles schwarz: „Fußball ist eben nicht berechenbar“, meint Ismaik und gibt sich durchaus zuversichtlich für die Löwen-Zukunft. Schließlich habe die Mannschaft ihre Qualitäten schon gezeigt. Auch mit Blick auf das anstehende Spiel gegen den FCK am kommenden Samstag schreibt Ismaik: „Daran sollte sich die Mannschaft erinnern und ihre Tugenden wieder abrufen.“

1860-Investor holt zum Gegenschlag aus

Neben den zuversichtlichen Worten hat Hasan Ismaik aber auch Kritik parat, die sich gegen die Führungsebene des TSV richtet: „Das Wichtigste ist jetzt, dass Fans, Mannschaft und Trainerteam zusammenhalten und die äußeren Einflüsse, die leider nach wie vor bei 1860 gegeben sind, ausblenden“, schreibt Ismaik. Für den Investor ist der Zusammenhalt bei den Spielern und den Fans offenbar so wichtig, da er diesen in der Führungsetage vermisst: „Warum halten die Löwen nicht zusammen?“, fragt Ismaik  provokant und meint weiter: „Ich kann selbst nicht verstehen, dass immer wieder Unruhe in den Verein hinein getragen wird. Vor allem, mit welchem Ziel?“

Mit diesen Worten bezieht sich der Jordanier wohl auch auf den Rücktritt von Löwen-Präsident Robert Reisinger als Aufsichtsrat aus der Profi-KGaA in der vergangenen Woche. Als Hauptgrund für seinen Rückzug hatte Reisinger wiederum das Finanzgebaren von Investor Hasan Ismaik genannt und damit auf eine erneute verzögerte Zahlung des Jordaniers reagiert. Insofern ist das Ismaik-Posting wohl auch als Gegenschlag und als Reaktion auf die von Reisinger öffentlich geübte Kritik zu verstehen.

Den Ticker vom Jena-Spiel der Löwen zum Nachlesen, gibt es hier.

rjs

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