Rückblick und Ausblick

TSV 1860 im Christbaum-Check: Der Löwen-Engel geht an ...

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Das Christkindl und der Nikolaus könnten sich einiger nicht sein: Der erste tz-Jahresend-Engel geht an Sascha Mölders.

Die Kicker des TSV 1860 können nach versöhnlichem Hinrunden-Abschluss die Füße hochlegen. Hier gibt‘s das Resümee des Fußball-Jahres 2019 aus Sicht der Löwen aus München-Giesing.

  • Sascha Mölders machte beim TSV 1860 in der Hinrunde den Unterschied aus.
  • Wer tut sich beim Christbaum der Löwen als Edelkugel hervor?
  • Diese Sechzig-Protagonisten finden besondere Erwähnung.

München - Die Löwen des TSV 1860 sind in der Weihnachtspause. Zeit, eine neue Tradition zu starten. Ab heuer gibt’s jedes Jahr vor den Feiertagen den blauen Christbaum-Check. Wer taugt zum Spitzen-Engel, wer konnte sich einen prominenten Platz als Edelkugel verdienen? Die Antworten gibt’s hier. Klingelingeling!

Unser 1860-Engel: Mölders hat nicht nur Millionen Freistöße gezogen

Christbaumspitzen-Klasse: Das Christkindl und der Nikolaus könnten sich einiger nicht sein: Der erste tz-Jahresend-Engel geht an Sascha Mölders. Neun Saisontore, acht Vorlagen, dazu die Millionen an gezogenen Freistößen – ohne ihren nimmermüden Weißbier-Kreuzfahrer stünden die Löwen zweifellos (viel) weiter südlich in der Tabelle. Selten hat die Bezeichnung Unterschiedsspieler besser gepasst als auf den 34-jährigen Strafraum-Spekulatius. Das war auch im abschließenden Hinrunden-Match in Münster der Fall.

Auf lichter Höh’: Hofmann, Jentzsch, Tschauner, Király… Die Position des Torwarts ist bei 1860 seit Jahrzehnten top besetzt. Auch das aktuelle Doppel stellt Trainer Michael Köllner vor ein Luxusproblem. Egal, wen er aufstellt, er liegt immer richtig. Hendrik Bonmann zählt zu den besten mitspielenden Keepern der Liga, Marco Hiller ist auf der Linie eine Macht und inzwischen auch ein solider Strafraumtorwart. Kein Geheimnis: Einer von beiden wird im Sommer den Baum wechseln. Für Nachwuchs ist gesorgt: Tom Kretzschmar (20) hat jüngst seinen Vertrag verlängert.

Mit dem Torwart-Gespann Bonmann/Hiller ist der TSV 1860 bestens aufgestellt.

Wer sich noch den Platz am Christbaum des TSV 1860 verdient hat

Echte Stamm-Kräfte: Wie wichtig Tim Rieder für die Statik des Löwen-Spiels ist, konnte nach seinem Verletzungs-Aus gegen Großaspach besichtigt werden. Der zweikampfstarke und passsichere Leih-Löwe aus Augsburg fehlte als Defensiv-Anker an allen blauen Ecken und Enden. Wie lange sich die Kniegeschichte noch hinziehen wird, vermochte Trainer Köllner nicht zu prognostizieren. Ins Trainingslager nach La Manga (12. bis 19. Januar) wird Rieder jedenfalls nicht mitfliegen. Eine lange Verletzungspause machte auch Efkan Bekiroglu zu schaffen. Drei Monate fiel der dynamische Techniker aus. Was er draufhat, zeigte er direkt bei seinem Comeback in Ingolstadt (2:2), als er beide Tore mit vorbereitete. 

Fehlt nur noch die Vertragsverlängerung. „Effes Ziel ist klar: Er will sich nach oben orientieren“, sagte 1860-Sportchef Günther Gorenzel vergangene Woche. Fraglich, ob die Löwen mithalten können. Ein Talent aus dem eigenen Stall ist Dennis Dressel. Unter Ex-Trainer Daniel Bierofka kam der 21-Jährige nur noch sporadisch zum Einsatz, in Köllners Spiel ist er ein wichtiges, weil taktisch flexibel einsetzbares Element, das sich den Platz am blauen Christbaum verdient hat. Bisheriges Highlight: Das Ausgleichstor im Derby gegen Bayern II. Eine weitere Vertragsverlängerung ist geplant.

Mehr als nur Schmuck: Daniel Wein hat seine Stammplatz-Berechtigung nach der langwierigen Verletzung von Quirin Moll oft genug nachgewiesen, mit Tim Rieder harmonierte er exzellent. Spannend wird es, wenn sowohl Rieder als auch Moll wieder fit sind. Ein Konkurrenzkampf, der den Löwen in der Restrunde nur gut tun kann. 

Kampf! Bei diesem Stichwort darf Aaron Berzel nicht vergessen werden. Dank Fremdfinanzierung grätscht und wuchtet der Kurpfälzer weiterhin im 1860-Trikot die Bälle aus der Gefahrenzone – man muss ihn sich festgekrallt und zähnefletschend am Christbaum vorstellen. Und auch Stefan Lex hat den Sprung aufs blaue Zweigerl noch geschafft. Unter Köllner kam das Erdinger Wiesel richtig in Schwung – bis das Verletzungspech zuschlug. Neues Jahr, neuer Kletterversuch. Frohe Weihnachten!

Ludwig Krammer

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