Kommt ein Neuzugang, kann der Spieler gehen

Poschner mit harten Worten in Richtung Stark

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Yannick Stark.

Marbella - Löwen-Geschäftsführer Gerhard Poschner rechnet fest mit einem Winter-Neuzugang. Ob Yannick Stark dann noch bleiben kann, ist ungewiss. Poschners Kommentar zur Personalie klingt nicht gerade nach einem Vertrauensbeweis.

"Drei Spieler haben wir abgegeben, jetzt wird’s Zeit, dass wir jemanden holen“ – mit diesem Satz spricht 1860-Sport-Geschäftsführer Gerhard Poschner den Löwenfans aus der Seele. Bis Mittwoch war allerdings noch nichts zu sehen von einem Winter-Zugang. Poschners Kommentar auf tz-Nachfrage: „Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Woche noch jemanden dazubekommen.“

Auf drei Positionen wollen die Löwen nachrüsten: Im Angriff soll ein torgefährlicher Ersatz für den kniegeplagten Rubin Okotie her (eventuell Hachings Voglsammer, um den sich auch Heidenheim bemüht), im defensiven Mittelfeld ein erfahrener Abräumer, und auf der Linksverteidiger-Position eine Alternative für den 19-jährigen Maxi Wittek. (Hier ist derzeit wieder Augsburgs Marcel de Jong im Gespräch). „Das Hauptaugenmerk liegt auf einem Mittelfeldspieler und einem Stürmer“, sagt Poschner. Links hinten ist der Sportchef unter Umständen bereit, ein „gewisses Risiko“ in Kauf zu nehmen, da hier auch Angha oder Schindler einspringen könnten.

Poschner über Stark: "Wir erwarten bedingungslosen Einsatz von ihm"

Die Stars des TSV 1860 in Marbella beim Morgenlauf.

Fürs defensive Mittelfeld haben die Löwen ohne den lange noch nicht spielfitten Dominik Stahl derzeit vier Spieler: Ilie Sanchez, Julian Weigl, den eher offensiv gefragten Daniel Adlung und Yannick Stark, bei dem unklar ist, ob er nicht doch noch die Fliege gen Darmstadt machen darf. „Wir müssten im Moment genau überlegen, ob wir ihn abgeben können“, sagt Poschner über den 24-jährigen Hessen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Heißt: Sollte in den nächsten Tagen ein neuer Mittelfeldspieler dazustoßen, könnte in die Personalie Stark Bewegung kommen. Am Mittwoch meinte Poschner auf Starks Rolle in der Mannschaft angesprochen: „Er ist kein Sonderfall. Wir erwarten bedingungslosen Einsatz von ihm.“ Ein Vertrauensbeweis klingt anders.

Stark hat’s vernommen. Zwar ist er nicht ganz so außen vor wie beispielsweise Moritz Volz, der in dieser Saison überhaupt keine Rolle mehr spielt, doch von Stammspieler kann keine Rede sein. „Ich habe einen Vertrag bis zum Sommer, bislang gab es kein Gespräch mit der sportlichen Führung“, sagt Stark. Eine Verlängerung ist Stand jetzt ausgeschlossen, bleibt aus Löwen-Sicht nur die Hoffnung, dass sich der Lockenkopf – falls er bis zum Saisonende bleiben sollte – trotzdem voll reinhauen wird. „Diese Saison haben wir schon in den Sand gesetzt“, sagt Stark. „Jetzt müssen wir schauen, dass wir noch das Beste rausholen.“ Erfahrung im Abstiegskampf kann Stark vorweisen. „Mit dem FSV Frankfurt haben wir uns 2012 erst am vorletzten Spieltag gerettet. Das erste Spiel gegen Heidenheim wird wegweisend.“ Gut möglich, dass sich die Wege von 1860 und Yannick Stark bis dahin schon getrennt haben.

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lk

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