1. tz
  2. Sport
  3. 1860 München

„Ismaik sagte, wir sollen uns nix sch…“

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Stefan Aigner © dpa

München - Stefan Aigner könnte sich bei Löwen-Investor Hasan Ismaik etwas nachhaltiger eingeprägt haben als andere Spieler des TSV 1860. Aber auch Aigner findet Ismaik durchaus sympathisch.

So richtig kennen tut Hasan Ismaik die Löwen-Spieler ja noch nicht. Bei der Pressekonferenz vor ein paar Wochen redete sich der

Lesen Sie auch:

Fankurve: Wachablösung und warnende Worte

Ismaik: "Habe das Spiel genossen"

Jordanier bezüglich der Frage nach einzelnen Namen mit einem charmanten Lächeln auf „mein schlechtes Gedächtnis“ raus. Auch am Samstag, als der Investor vor demSpiel der Mannschaft im Trainingsquartier Westpark Hilton einen Besuch abstattete, blieb nicht nicht viel Zeit für ein intensiveres Kennenlernen. Einer allerdings dürfte sich spätestens am Nachmittag beim Spiel gegen den Karlsruher SC auch beim Investor etwas nachhaltiger eingeprägt haben: Stefan Aigner.

Löwen vs. KSC: Bilder & Einzelkritik - einmal die 5

Er schoss das Siegtor gegen den KSC, nachdem er auch schon bei Ismaiks erstem Arena- Besuch vor drei Monaten beim 4:0 gegen Energie Cottbus zweimal getroffen hatte. Könnte durchaus sein, dass Aigner mittlerweile so was wie ein Lieblingsspieler des Investors ist. Bei den bevorstehenden Vertragsverhandlungen – der Kontrakt des 23-Jährigen läuft zum Saisonende aus – alles andere als eine unangenehme Situation für Aigner.

Recht sympathisch fand er Ismaik schon vor dem Spiel, als dieser im Hotel erschienen war und ein paar Worte an die Spieler gerichtet hatte. Aigner: „Herr Ismaik hat einen lockeren Eindruck gemacht und unter anderem gesagt, dass wir uns vor dem Spiel nix scheißen sollen…“

Ob das die genaue Übersetzung aus dem Arabischen war, lassen wir mal dahingestellt, aber insgesamt kam der Investor bei der Löwen- Truppe ganz gut an. „Er wirkt wie der nette Mann von nebenan“, fand Collin Benjamin. „Leute in seiner Position kommen eigentlich ganz anders rüber, als er sich uns gegenüber präsentiert hat. Ich habe den Eindruck, dass er sich überhaupt nicht wichtig nimmt.“

Trainer Reiner Maurer verriet, dass der Jordanier auch noch auf seinen vor etlichen Wochen aufgestellten Vergleich mit dem FC Barcelona einging: „Er sagte, dass wir natürlich nicht wie Messi, Xavi und all die anderen spielen können.“ Und wenn überhaupt, soll das ja erst in etwa zehn Jahren der Fall sein…

Möglicherweise ist Stefan Aigner mit dann 33 ja immer noch dabei. Gegen Karlsruhe hatte er den Vorzug gegenüber Daniel Bierofka unter anderem deshalb erhalten, so Reiner Maurer, „weil er torgefährlicher ist“. Was Aigner dann ja auch bestätigte. Und im Nachhinein war er auch seinem leichten Faserriss dankbar, der ihn zu einer einwöchigen Pause zwang: „Die tat mir so was von gut, weil ich nach den harten Vorbereitungswochen total kaputt war. Jetzt bin ich aus dem Loch wieder raus.“

Claudius Mayer

Auch interessant

Kommentare