Von Schweinfurt nach München

Vom Kaff in die Großstadt: Löwen-Neuzugang Willsch über seine Chancen

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Neuzugang Willsch will sich bei den Löwen einen Stammplatz erkämpfen.

Marius Willsch ist einer der unprominenteren Verstärkungen des TSV 1860. Die Konkurrenz auf den Außenbahnen ist kommende Saison üppig. Wie geht der Ex-Hachinger seine neue Mission an?

München - Nachdem der TSV 1860 München gegen Saarbrücken den Aufstieg besiegelt hatten, ließ Marius Willsch auf Mallorca die Korken knallen. „Ich habe es mit meiner Freundin auf dem Handy angeschaut“, erzählt der 27-Jährige. „Dann habe ich mir erstmal ein Bier aufgemacht.“

Damals war der Vertrag bis 2020 mit den Löwen nämlich schon unterschrieben. Der Mittelfeldspieler kommt ablösefrei aus Schweinfurt, wo er in der vergangenen Saison in 31 Spielen sechs Tore und neun Vorlagen beisteuerte. Für Willsch schließt sich der Kreis. Bis 2012 spielte er schon einmal für den TSV 1860. Über Unterhaching, Saarbrücken und eben Schweinfurt ist er nun wieder da.

Willsch stammt aus dem 400-Einwohner-Dorf Pfennigbach in der Nähe von Passau. „Da gibt es mehr Kühe als Menschen“, sagt er und lacht. In München hat der schnelle Außenspieler eine Wohnung im Stadtteil Pasing gefunden. „Ich brauche nicht die Hektik in der Stadt.“ Die wird es beim Kampf um die Stammplätze zur Genüge geben. Speziell auf den Außenbahnen ist das Angebot üppig wie lange nicht mehr „Wir sind auf jeder Position doppelt besetzt, aber mei, dass gehört dazu“, sagt Willsch. „Ich traue mir einen Stammplatz zu.“

3. Liga? „Alles geht schneller, die Spiele sind intensiver“

In Unterhaching gehörte Willsch zum Stammpersonal. 58 Spiele machte er für die Vorstädter (zwei Tore, vier Vorlagen). Willschs Einschätzung: „Die Qualität unseres Kaders ist mindestens so hoch wie die damals bei Haching – wenn nicht sogar höher!“ Voraussetzung, um eine gute Rolle in der Dritten Liga zu spielen. „Alles geht schneller, die Spiele sind intensiver“, weiß Willsch. „Unser Ziel sind 40 Punkte plus – und dann schauen wir weiter.“ Am Samstag steht für die Löwen der erste echte Härtetest der Saisonvorbereitung an. Um 17 Uhr geht es in Geretsried gegen den Schweizer Topklub FC Basel. 

„Das wird ein Gradmesser“, weiß auch Willsch. Nicht dabei ist wohl Neu-Stürmer Adriano Grimaldi. Wegen Muskelproblemen konnte der Ex-Münsteraner am Freitag nur joggen. 

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Florian Fussek

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