TSV 1860 München

Löwen-Torwart Marco Hiller verrät seinen Weihnachts-Wunsch

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Zupackend: Torwart Marco Hiller gegen Großaspachs Kai Brünker.

Marco Hiller 1860-Torhüter und Urlöwe hat in dieser Saison sportlich harte Zeiten hinter sich. 

  • TSV 1860 München Torwart Marco Hiller (22) steht wieder im Tor der Löwen 
  • Die Saison war für den Löwen Keeper ein Auf- und ab - Hiller musste schon von der Ersatzbank zusehen.
  • In einem Interview spricht Marco Hiller über den Trainerwechsel und seinen Weihnachtswunsch.

München - Von der Nummer zwei zur Nummer eins, zurück und wieder zurück – Marco Hillers Zeit bei den Löwen-Profis ist das sprichwörtliche Wechselbad der Gefühle. Seit der Partie gegen Viktoria Köln (4:2) steht der Aufstiegs-Keeper wieder im Kasten. Wir sprachen mit Hiller (22) über Enttäuschungen, Erwartungen und Weihnachtswünsche.

Marco, wie tief sitzt der Stachel des nicht gewonnenen Großaspach-Spiels noch?

Löwen Torwart Marco Hiller: Im ersten Moment war’s natürlich ärgerlich, dass wir trotz Überzahl und Führung nur einen Punkt mitgenommen haben, aber wir haben das aufgearbeitet, ganz genau analysiert und wissen, was wir draus lernen müssen.

Was genau gibt’s zu lernen?

Hiller: Das hat uns der Trainer im Detail erklärt und es soll intern bleiben. Was ich sagen kann: Es reicht nicht, die Dinge nur oberflächlich zu analysieren, sich auf Kampf und Aggressivität zu beschränken. Wir haben von Anfang an kein gutes Spiel gemacht, weder in Gleichzahl noch in Überzahl.

Der neue Trainer, Michael Köllner, ist jetzt einen Monat im Amt. Welche Unterschiede zu Daniel Bierofka stellen Sie fest?

Hiller: Das sind ganz verschiedene Typen und wirklich sehr schwer zu vergleichen.

Ein Versuch?

Hiller: Für mich als Torhüter ist Harry Huber (Torwarttrainer, d. Red.) derjenige, mit dem ich auf dem Platz viel zu tun habe, in dieser Beziehung ging es für mich ja unverändert weiter. Mit Michael Köllner hatte ich bislang nur positive Erfahrungen. Man kann gut mit ihm reden, er redet mit allen Spielern und geht auf die jungen Spieler ein. Wir haben den Wechsel als Mannschaft gut hinbekommen.

Fühlen Sie sich als Gewinner des Trainerwechsels?

Hiller: Nein. Henne (Hendrik Bonmann, d. Red.) hatte sich verletzt, ich hab gespielt, wir haben gegen Viktoria Köln gewonnen und danach in Halle. Mein Selbstvertrauen hat gepasst, ich hab mir nichts zuschulden kommen lassen.

Auch eine Folge des Toto-Pokal-Elfmeterschießens gegen Haching?

Hiller: Ja, den Rückenwind hab ich natürlich noch gespürt (breites Lächeln). Drei gehaltene Elfer – das hatte ich bis dahin auch noch nicht. Im Nachhinein war’s die perfekte Vorbereitung auf den Ernstfall in der Liga.

Wie wichtig ist der Stammplatz mit Blick auf Ihren auslaufenden Vertrag?

Hiller: Natürlich ist es wichtig, zu spielen – mal sehen, wie es nach der Winterpause weitergeht. Über den Vertrag mach ich mir jetzt noch keinen großen Kopf. Mein Vorsatz ist es, dem Trainer keinen Grund für einen Wechsel zu geben.

Kann es sein, dass Sie bei Rückpässen inzwischen weniger gestresst sind?

Marco Hiller: „Ein Zitterfuß ist in der Dritten Liga brandgefährlich“

Hiller: Ja, ich denke schon, dass ich da ruhiger geworden bin. Wir trainieren das gezielt und je mehr Spiele ich mache, desto sicherer werde ich. In der Regionalliga hattest du Zeit als Torwart, in der Dritten Liga lässt dich keine Mannschaft das Spiel aufbauen, du wirst als Torwart permanent angelaufen. Das ist ein Riesen-Unterschied. Ein Zitterfuß ist da brandgefährlich.

Wie hart wird’s am Montag in Ingolstadt?

Hiller: Auch wenn sehr viele Löwenfans im Stadion sein werden – das wird richtig knackig. Ingolstadt hat eine sehr gute Mannschaft, die sind nicht umsonst seit neun Spielen ungeschlagen. Aber wir haben jetzt zweimal auswärts gewonnen in Halle und Haching. Wenn wir an die Leistungen anknüpfen können, ist auch am Montag alles drin.

Ihr Weihnachtswunsch?

Hiller: Sechs Punkte! Dann können wir mit einem guten Gefühl in die Pause gehen. 

Interview: Ludwig Krammer

Mitte Dezember treffen der FC Ingolstadt und der TSV 1860 München in der 3. Liga aufeinander. Wer Tickets buchen möchte, erlebte aber eine Überraschung.

1860 Toto-Pokal in Memmingen

Halbfinal-Reisen nach Franken waren zuletzt Standard für die Toto-Pokal-Löwen. 2018 in Bayreuth (1:2) und 2019 in Aschaffenburg (2:3) gab es nichts zu gewinnen – so gesehen ist das Ergebnis der gestrigen Auslosung positiv zu werten: Der Kelch mit den Losen Aschaffenburg und Würzburg ist am frankengeschädigten TSV 1860 vorbeigegangen. Memmingen ist es geworden. Der Drittligist darf sich also auf eine Fahrt ans „Tor zum Allgäu“ einstellen, am 20. oder 21. April – in eine Stadt, die für Sechzig-Fans positiv besetzt ist. 

Zur Erinnerung: Im ersten Regionalligaspiel nach dem Doppelabstieg mussten die Giesinger ebenfalls in die Heimatstadt von Timo Gebhart, das Ende ist bekannt. Durch furiose Tore gewannen Gebhart und Co. mit 4:1 und holten sich Schwung für den Start-Ziel-Sieg, der im Relegations-Happy-End gegen Saarbrücken mündete. Auch bei der Neuauflage 2020 ist die Favoritenfrage eindeutig: Memmingen belegt aktuell den vorletzten Platz in der bereits pausierenden Regionalliga Bayern. Der 1907 gegründete FCM hat nur eines der vergangenen zehn Spiele gewonnen.

TSV 1860 Testspiel bei Wacker Innsbruck

Die ersten Termine fürs neue Jahr stehen fest. Trainingsauftakt wird laut Trainer Michael Köllner am 6. Januar sein, das erste von zwei geplanten Testspielen findet am 11. Januar (Samstag) beim österreichischen Zweitligisten Wacker Innsbruck statt. Anpfiff auf dem Wacker-Trainingsgelände ist um 13 Uhr. Tags darauf geht’s für eine Woche ins Trainingslager nach La Manga (Spanien). Das erste Punktspiel gegen Braunschweig steigt am 26. Januar (13 Uhr).

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