Unternehmer weiter gesprächsbereit

Mey lässt Angebot an Ismaik offen 

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Gerhard Mey (vorne, im weißen Hemd) lässt sein Angebot offen.

Das Gerhard Mey die Anteile von Hasan Ismaik kaufen will, ist kein Geheimnis. Allerdings ist er nach den ersten Verhandlungen immer noch zu einem Kauf bereit. 

München - Gerhard Mey ist ein Münchner Unternehmer und gewillt die Anteile von Hasan Ismaik zu kaufen. Doch beim ersten Anlauf, der Mitte November bekannt wurde, ist er gescheitert. Mey selbst behauptete, dass Ismaik „verkaufen möchte. Ohne Wenn und Aber.“ Einzig die zu hohe Summe von 65 bis 70 Millionen Euro würden der Einigung im Weg stehen. 

Für die Löwen-Seele klang die Aussagen von Mey wie Balsam. Doch kurz nach den Aussagen von Mey meldete sich Ismaik über seinen Facebook-Account und dementierte alles. Der Jordanier sagte, er hätte Mey nur aus Höflichkeit empfangen. Außerdem wäre für ihn 1860 unverkäuflich. Manche Aussagen trieben es noch weiter. „Mich überrascht es, dass Herr Mey jetzt solche Märchen erzählt“, so der Investor. Keine gute Grundlage für weitere Verhandlungen. Möchte man meinen, denn Mey ist knapp zwei Wochen nach dem Wirrwarr immer noch interessiert.  

Mey ist weiterhin interessiert und sagt: „Die Tür ist noch nicht zu“

In einem Gespräch mit der SZ macht der Münchner deutlich, dass er sein Angebot immer noch gilt. „Die Tür ist noch nicht zu“, sagt Mey. Er hofft das Ismaik einsichtig wird. „Es handelt sich beim TSV 1860 um einen ganz klaren Businessfall. Wir hätten 1860 sehr gerne im Interesse der Fans, des Vereins und auch der Stadt - und natürlich in unserem Interesse - neu aufgebaut“, so der Münchner und führt weiter aus: „Das Geld wäre da, die nötigen Fußballexperten auch. Das ist das Angebot.“

Bleibt aber weiterhin die eine Seite. Auf der anderen Seite ist Ismaik, der laut eigenen Aussagen von Mitte November nicht verhandlungsbereit ist. Auch der genannte Kaufpreis von 65 bis 70 Millionen wäre Mey zu hoch. „Der Verein hat jetzt nach kaufmännischen Regeln einen negativen Kaufpreis, oder höchstens: Null. Da ist der aufgerufene Kaufpreis absurd, das ist ein Abwehrangebot, und an diesem Punkt stehen wir“, so der Unternehmer. 

Kommt es zu Verhandlungen zwischen Mey und Ismaik?

Ob Gerhard Mey und Hasan Ismaik noch einmal oder überhaupt miteinander verhandeln wollen? Darauf weiß der Münchner eine Antwort. Denn er glaubt, dass Ismaik das Angebot „als rationaler Kaufmann“ nicht ausschlagen kann, wenn beispielsweise die 50+1-Regel nicht fällt. Mey denkt, dass durch die gescheiterte Investition aus Ismaiks Sicht und seiner Erfahrung nach, ein „Secondary Deal“ nichts besonderes ist. 

Es handelt sich auch nicht um einen Alleingang Meys. Der Unternehmer hat noch weitere Investoren hinter sich stehen, wie der Süddeutschen Zeitung erzählt. „"Ich bin ja nicht alleine, es sind Firmen interessiert, es sind Einzelpersonen interessiert, die jetzt natürlich noch nicht genannt werden wollen. Ich stehe da vorne dran", so der Milliardär. Eine Frist setzt er dem Jordanier auch nicht, da er meint, dass irgendwann der Punkt kommen würde, an dem Menschen wieder anfangen miteinander zu reden.

AnK

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