Nur sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze

Ziel Klassenerhalt: Schmöllers schwierige Aufgabe mit den Junglöwen

Frank Schmöller und Xhevat Muriqi werden die Mittel gekürzt.
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Frank Schmöller und Xhevat Muriqi möchten die Junglöwen zum Klassenerhalt führen. 

Drei Spieler vom TSV 1860 II haben den Sprung zu den Profis geschafft. Für Trainer Schmöller eine Bestätigung der eigenen Arbeit, aber vielleicht auch ein Problem.

  • Die Sechzig-Reserve hat ein straffes Vorbereitungsprogramm vor sich.
  • Michael Köllner setzt verstärkt auf den Löwen-Nachwuchs und die Reihen im Bayernliga-Team lichten sich.
  • Die U21 hat nur sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

München - Sei knapp einem Monat ist die zweite Garde der Münchner Löwen zurück im Training. Mit starken 30 Punkten stehen die Sechzger auf Rang sieben der Bayernliga. Klingt nach einer komfortablen Ausgangsposition, aber der Schein trügt. Es sind tatsächlich nur sechs Punkte bis zu den Abstiegsplätzen. Mit einem Bein steckt die Löwen-Reserve im Abstiegskampf. Frank Schmöllers Mission heißt also Klassenerhalt. 

Pleite gegen FCK - Kantersieg gegen Neuhadern

Bis zum ersten Pflichtspiel am 8. März hat die Löwen-U21 ein straffes Programm vor sich. Zwei Testspiele haben die Blauen bereits absolviert, fünf folgen noch. Gegen die U23 des 1. FC Kaiserslautern waren die Münchner machtlos, aber gegen Neuhadern konnte die junge Elf beim 10:1-Kantersieg glänzen. Neben Spielen gegen die Landesligisten Grünwald, Unterföhring und Freising warten auch höherklassige Teams wie der VfB Eichstätt oder der TSV Buchbach.

Die bisherige Saison der Löwen wurde nicht nur von der eigenen Leistung, sondern auch von einigen „Abgängen“ beeinflusst. Die Aufgabe einer zweiten Mannschaft ist es, junge Spieler auszubilden und ihnen Spielzeit zu gewähren. „Wir haben ein, zwei Talente, die schon sehr weit sind“, sagte Schmöller zu Saisonbeginn im großen Interview über seine Aufgabe. 

Schwieriger Spagat für Schmöller und Muriqi

Das ist dem ehemaligen Pullach-Coach gelungen, denn mit den beiden Youngstern Noel Niemann, Niklas Lang und Oldie Kristian Böhnlein haben einige Leistungsträger des Bayernliga-Teams den Sprung zu den Profis geschafft. 

Ein Segen für den Verein, dass wieder Spieler aus den U-Mannschaften nach oben kommen. Für Schmöller und Co-Trainer Jacky Muriqi aber auch ein Spagat, da vermeintliche Leistungsträger wegbrechen. 

Köllner setzt auf den Nachwuchs, das hat er in den letzten Wochen deutlich gemacht. Lang stand bisher zwar nur im Kader und hat noch keine Spielminuten gesammelt, mit seinen 17 Jahren ist er aber sicherlich ein Hoffnungsträger für die Zukunft der Blauen.

Niemann erkämpft sich Stammplatz bei Köllner

Niemann hat sich unter Köllner einen Stammplatz erkämpft, war inzwischen viermal in der 3. Liga auf dem Feld und stand in den letzten beiden Spielen in der Startelf. Es ist unwahrscheinlich, dass Schmöller nochmal auf ihn zurückgreifen kann. Sein ehemaliger Trainer David Niedermeier traut ihm sogar den Sprung in die Bundesliga zu

Auch Kristian Böhnlein findet langsam seinen Weg zurück zu den Profis. Siebenmal ist der 29-Jährige für die Löwen U21 aufgelaufen, stand aber in den letzten acht Partien im Kader der Profis. Es ist selbstverständlich nicht auszuschließen, dass Köllner noch mehr Jugendtalente aus der Reserve rekrutiert. Schmöller und Muriqi stehen also möglicherweise vor weiteren kniffligen Aufgaben. 

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