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„Müssen wieder die Mannschaft werden, die wir am Anfang waren“ – erstarkte Löwen nach der WM-Pause?

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Von: Kilian Drexl

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Albion Vrenezi will mit dem TSV 1860 München wieder zu alter Stärke finden.
Albion Vrenezi will mit dem TSV 1860 München wieder zu alter Stärke finden. © IMAGO/Mladen Lackovic

Für den TSV 1860 lief es zuletzt nicht mehr so berauschend und die Löwen rutschten aus den Aufstiegsrängen. Nach der Winterpause will die Mannschaft wieder an die guten Leistungen des Saisonstarts anknüpfen.

München – Am Montagabend verabschiedete sich der TSV 1860 München vor heimischer Kulisse mit einem 1:1 gegen Rot-Weiss Essen in die Winterpause. Die Sechziger überwintern auf einem enttäuschenden sechsten Tabellenplatz – obwohl anfangs alles nach Plan zu laufen schien. Trotz der frühen Ausfälle einiger Leistungsträger starteten die Löwen mit fünf Siegen am Stück perfekt in das Projekt Zweitliga-Aufstieg. Die Euphorie der Fans war groß auf Giesings Höhen. Vom 1. bis zum 16. Spieltag standen die Giesinger durchgehend auf einem direkten Aufstiegsplatz.

Mit der 1:4-Pleite gegen Tabellenführer Elversberg rutschte der Löwe aber in eine Ergebniskrise. Ab diesem Zeitpunkt wurden aus zehn Partien nur elf Punkte geholt. Zum Schluss ging vollends die Luft aus. Nur ein Zähler sprang bei den letzten vier Partien vor der WM-Pause heraus und von der Anfangseuphorie ist im 1860-Kosmos nur noch wenig zu spüren.

Vor allem die zuvor überragende Offensivpower scheint wie weggeblasen zu sein. In den letzten vier Partien vor der Pause verbuchten die Blauen nur einen Treffer - Albion Vrenezis Elfmeter gegen Essen. Zwar stand Toptorjäger Marcel Bär nach seiner mehrwöchigen Zwangspause wieder auf dem Platz, allerdings scheint der 30-Jährige noch nicht zu 100 Prozent fit zu sein und konnte noch nicht an die Form der letzten Rückrunde anknüpfen. Vor allem seine Tore fehlen.

Essener Last-Minute-Ausgleich trifft die Löwen ins Mark

In der Partie gegen RWE ließen die Löwen besonders wieder die Abgezocktheit eines Top-Teams vermissen und fingen sich in der Nachspielzeit aus einer Standardsituation heraus den Ausgleich. Bezeichnend für die Leistung der letzten Spiele. Ein Sieg hätte zumindest den Relegationsplatz bedeutet. Jetzt findet sich der Löwe in der Verfolgerrolle wieder.

„Wir müssen am Ende hinten wach sein, bis der Schiri abpfeift. Das waren wir nicht und haben die Quittung dafür bekommen“, bemängelte Marco Hiller nach dem Spiel. In Führung liegend verpassten es die Sechziger, einen ihrer Konter sauber zu Ende zu spielen und für die Vorentscheidung zu sorgen. So führte eines zum anderen. „Wenn du natürlich drei Spiele in Folge verlierst, bekommst du am Ende noch das Gegentor. Das war einfach unglücklich heute“, zog der Keeper sein Resümee.

Finden die Löwen nach der Winterpause wieder in die Erfolgsspur?

Vieles lief in den vergangenen Wochen gegen den Traditionsklub, der die gut achtwöchige Winterpause jetzt dafür nutzen muss, wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Auch Albion Vrenezi fühlt sich „aktuell ein bisschen vom Pech verfolgt“. „Auch gegen Saarbrücken haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, aber uns nicht belohnt. Wir werden aber gestärkt aus der Winterpause zurückkommen und daran arbeiten, dass wir wieder die Mannschaft werden, die wir am Anfang der Saison waren“, gab sich der Offensivakteur aber kämpferisch.

Von den Aufstiegsrängen abgeschlagen sind die Löwen aber keinesfalls. Drei Punkte trennen sie von Platz zwei - und in den letzten beiden Spielzeiten hat der TSV bewiesen, dass er vor allem Rückrunde kann. Auch Christopher Lannert zeigte sich zuversichtlich, dass der Turnaround gelingt und im Mai der Aufstieg gefeiert werden darf: „Wir haben in der Saison schon sehr starke Leistungen gezeigt und ich bin mir sicher, dass wir an die auch wieder anknüpfen können“. Die erste Chance, dies zu beweisen, hat die Mannschaft am 14. Januar in Mannheim. (Kilian Drexl)

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