Bilanz der Hinrunde bei den Münchner Löwen

Bei Steinhart beißt die Konkurrenz auf Granit - Zwischenfazit bei 1860

Meist war auf ihn Verlass: Philipp Steinhart (l.) – hier gegen Wiesbadens Maurice Malone. 
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Meist war auf ihn Verlass: Philipp Steinhart (l.) – hier gegen Wiesbadens Maurice Malone. 

Die Hinrunde in der 3. Liga geht zu Ende. Die Feiertage nutzen Spieler und Trainer für die Analyse der Saison. Wir vergeben Noten an die Spieler und Keeper. 

  • DerTSV 1860 München hat erstmal Pause, ehe das Stadtderby gegen den FC Bayern II stattfindet. 
  • Michael Köllner nutzt die Zeit für Analysen udn wir für eine Zwischenbilanz. 
  • Welcher Spieler war wie stark und entscheidend für den derzeitigen dritten Platz in der Liga? 


München – Kraft tanken, die Akkus aufladen, ein paar inspirierende Bücher inhalieren – so will Löwen-Trainer Michael Köllner die stade Zeit bis zum Trainingsstart am 27. Dezember verbringen.

Bis wieder Betrieb herrscht beimTSV 1860, soll der bisherige Saisonverlauf analysiert werden. Hier ist unser Zwischenzeugnis für die Spieler. Voraussetzung: Zumindest drei Nominierungen für die Startelf. Den Anfang machen der Torhüter und die Abwehrspieler.

Marco Hiller: Der 23-jährige Langzeit-Löwe hat die Kritiker Lügen gestraft, die lieberHendrik Bonmann (inzwischen Ersatzkeeper bei den Kickers Würzburg) als langfristige blaue Nummer 1 gesehen hätten. Bis auf den Patzer beim 0:2 gegen den MSV Duisburg ließ Hiller nichts anbrennen, bei den Siegen in Zwickau (2:1) und Haching (2:0) war er der eigentliche Matchwinner. Fußballerisch verbessert, auf der Linie ohnehin einer der Stärksten der Liga. Note: 2

Marius Willsch:Der einzige 1860-Feldspieler ohne echten Positions-Konkurrenten hat seine Form der Vorsaison erfolgreich konservieren können. Höhepunkt der Hinrunde: die Gala beim 4:1-Sieg gegen Lübeck, zu dem Willsch einen Treffer und eine Vorlage beisteuerte. Mit noch mehr Präzision bei seinen Vorstößen über die rechte Seite wäre der „Mäsch“ (Vertrag bis 2023) ein astreiner Zweier-Kandidat. Note: 3

Quirin Moll: Seine stärksten Auftritte hatte das Kraftpaket „dank“ der Ausfälle vonDennis Dressel und Daniel Wein zuletzt wieder auf seiner Lieblingsposition als Sechser. Gut möglich, dass Trainer Köllner auch 2021 bei dieser Rochade bleibt. In der Innenverteidiung fehlt es Moll nicht nur an Kopfballstärke, um im Liga-Vergleich als echter Klassemann durchzugehen. Note: 3 minus

Stephan Salger: AlsBerzel-Ersatz machte der von Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielfeld gekommende Routinier zumeist eine gute Figur, fußballerisch ist er seinem Vorgänger zweifellos überlegen. Indes: Die Tempo-Defizite wurden gegen Türkgücü (2:2) und speziell Viktoria Köln (1:2) gnadenlos bestraft. Salger wird sich seinen Stammplatz gegen den erstaunlich abgeklärt spielenden Semi Belkahia erst wieder zurückerkämpfen müssen. Note: 3 minus

Dennis Erdmann: Provokant und gelbsüchtig wie eh und je, dafür sportlich stabiler - der „Earthman“ hat Fuß gefasst bei Sechzig. Köllners Faible für den rheinischen Bad Boy ist bekannt: „Er ist sicher nicht der genialste Spieler, aber er übernimmt Verantwortung und ist Gold für uns wert.“ Auch über sein Vertragsende im Sommer hinaus? Beim Derby gegen Bayern II am 9. Januar wird Erdmann fehlen – Gelbsperre. Note: 3

Phillipp Steinhart: Oft gescholten, in dieser Saison bislang einer der Stützpfeiler der Mannschaft. Bei Steinharts stabilen Leistungen beißt die interne Konkurrenz in Person vonLeon Klassen auf – pardon – Granit. Der Doppelpack gegen Waldhof Mannheim (5:0) hat dem 28-jährigen Dachauer weiteren Aufwind verliehen. So sollte die Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus reine Formsache sein. Note: 3 plus

(Ludwig Krammer)

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