Nach Spiel gegen RB Leipzig 

Abwehr-Bollwerk Rodnei: "Blutergüsse überall..."

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Rodnei war im Spiel des TSV 1860 München gegen RB Leipzig der Fels in der Brandung bei den Löwen.

München - Rodnei war im Spiel des TSV 1860 München gegen RB Leipzig der Fels in der Brandung bei den Löwen.

Er war der Fels in der Brandung beim 2:2 der Löwen gegen Leipzig: Innenverteidiger Rodnei Francisco de Lima, kurz „Rodnei“, verteidigte, was zu verteidigen war. „Er hat sich immer dazwischengeworfen, wenn es brenzlig wurde“, lobte Kapitän Christopher Schindler den 30-jährigen Brasilianer, der durch Kai Bülows Ausfall (Gehirnerschütterung) zu seinem Startelf-Debüt gekommen war.

„Ich bin zufrieden, dass ich der Mannschaft mit meinem Einsatz helfen konnte“, sagte Rodnei am Montag im Gespräch mit der tz. „Das Einzige, was mich stört, ist das Ergebnis. Ich hätte mir mehr als einen Punkt gewünscht. Und vielleicht ein paar Blutergüsse weniger…“

Nach den Eindrücken der 90 Minuten ging das Remis für die Löwen freilich in Ordnung. Leipzig war das dominierende Team, 1860 das effizientere. Kein Wunder, dass RB-Trainer Ralf Rangnick von einer gefühlten Niederlage sprach.

Ein bisschen Genugtuung wird da schon mitgeschwungen haben bei Rodnei, der beim Brauseklub im Frühjahr keinen neuen Vertrag mehr bekommen hatte und das Zweijahres-Angebot aus München annahm. „Klar war es ein besonderes Spiel für mich gegen meine ehemaligen Kollegen“, sagt Rodnei. „Aber ich habe keine negativen Gefühle. Für mich war es wichtig, weiter auf gutem Niveau Fußball spielen zu können. Und am Sonntag war es natürlich ein Vorteil für mich, dass ich die Leipziger Spielweise mit vielen Kontakten und kurzen Pässen kannte und mich auf die Laufwege der Angreifer einstellen konnte.“

In dieser Form darf es am Freitag um 18.30 Uhr weitergehen. Schwer vorstellbar, dass Trainer Torsten Fröhling den 1,90-Meter-Mann beim Spiel in Bielefeld aus der Startelf nehmen wird, zumal die Arminia mit Fabian Klos (1,94 Meter, 93 kg) einen Stürmer von ähnlicher Statur in ihren Reihen weiß. Rodnei ist vorbereitet auf den Büffel von der Alm, der bereits vier Saisontore auf dem Konto hat. „Ich kenne Klos natürlich, das ist ein sehr guter, wuchtiger Stürmer“, sagt er – und fügt schmunzelnd an: „Mir sind die großen Gegenspieler lieber als die kleinen wuseligen. Da kann ich meine Robustheit besser einsetzen.“

Beim heutigen Wiesn-Termin mit der Mannschaft wird sich Rodnei zurückhalten. „Bier ist nicht mein Fall. Vielleicht trinke ich eine Mass Spezi“, sagt er, was keinesfalls mit mangelnder Geselligkeit zu tun hat: „Ich bin ein kontaktfreudiger Mensch. Auch bei Sechzig habe ich mich schnell heimisch gefühlt. Die Verständigung klappt, ich kann meine Erfahrung gut vermitteln. Trotzdem will ich noch besser Deutsch lernen. Meine deutsche Freundin ist da sicher kein Nachteil.“

Auch zu den brasilianischen Kollegen von der Säbener Straße hat Rodnei schon Kontakte geknüpft. „Rafinha kenne ich schon länger, Douglas Costa erst seit Kurzem. Aber er hat mich vor ein paar Wochen schon zu seinem Geburtstag eingeladen. Das war eine lustige Party mit viel Musik und Tanz.“ Ob’s auch bei den Löwen bald Grund zum Hüpfen gibt.

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lk

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