Auch Lex-Verletzung trübt Stimmung

Nach Löwen-Blamage: Bierofka spricht von „bodenloser“ Leistung

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Bedient: Löwen-Trainer Daniel Bierofka muss die Leistung seines Teams in Aschaffenburg erst einmal sacken lassen.

Mit dem Aus im Toto-Pokal können sich die Löwen nun ganz auf den Abstiegskampf in der 3. Liga konzentrieren. Trainer Daniel Bierofka geht mit seinen Spielern aber hart ins Gericht. 

München - Nach dem schmerzhaften Pokal-Aus und einer verpassten Finanzspritze müssen die Löwen das Drittliga-Desaster verhindern. „Wir hatten eine Riesenchance, Selbstvertrauen zu tanken. Die haben wir liegenlassen. Momentan sind wir einfach nicht in der Spur“, haderte Verteidiger Jan Mauersberger nach dem ernüchternden und in der Anfangsphase beschämenden 2:3 (2:2) bei Viktoria Aschaffenburg. „Wir müssen uns schnell zusammenraufen und schauen, dass wir den Bock umstoßen. Am besten am nächsten Samstag in Zwickau“, forderte Mauersberger.

Im Halbfinale des Toto-Pokals lag Sechzig beim Regionalligisten nach Toren von Daniel Cheron (11. Minute) und Kapitän Simon Schmidt (20.) schnell zurück, kam aber durch Efkan Bekiroglu (37.) und Herbert Paul (42.) zum 2:2-Pausenstand zurück. In der spannenden zweiten Hälfte sorgte ein zweifelhafter Handelfmeter für die Entscheidung. Björn Schnitzer verwandelte sicher (82.). „Das war lächerlich“, kommentierte Mauersberger die Entscheidung.

Bierofka hadert: „Erste 25 Minuten waren bodenlos“

Trainer Daniel Bierofka ärgerte sich über den Pfiff. „Das war kein Elfmeter“, monierte der 40-Jährige, den die Anfangsphase seiner Mannschaft aber ebenfalls mächtig verstimmte. „Die ersten 20 oder 25 Minuten von uns waren bodenlos. Ganz klar! Da muss man auch mal die Leistung hinterfragen von Spielern, die hinten dran sind, die den Anspruch haben, zu spielen“, kritisierte der Coach. Zu allem Übel verletzte sich Stefan Lex noch am Fuß. Wie lange der Offensivspieler ausfällt, ist offen.

Immerhin schossen die Münchner wieder Tore - wenn auch nur gegen einen Viertligisten. In den vergangenen vier Ligaspielen, die allesamt verloren wurden, glückte kein eigener Treffer. In der Tabelle ging es abwärts, der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt auf Rang zwölf nur noch fünf Punkte.

Mauersberger fordert: Über Kampf ins Spiel finden“

Es gehe in der Restsaison darum, „dass wir möglichst schnell zurück in die Spur finden“, forderte der 33-jährige Mauersberger. „Wir müssen komplett zusammenstehen und über den Kampf ins Spiel finden.“ Zwickau (A), Fortuna Köln (H) und Jena (A) heißen die drei Aufgaben, bei denen der Klassenerhalt gesichert werden soll. Die Aussicht auf eine kräftige Einnahme in Höhe von 150.000 Euro alleine aus der Vermarktung wurde am Dienstagabend verspielt.

Derweil gibt es eine erneute Kehrtwende im vermeintlichen Rassismus-Fall von Braunschweig: Eintracht-Profi Becker ist vom DFB von allen Vorwürfen freigesprochen worden. Bei Sechzig droht auf einer anderen Ebene eine Eskalation - eine Fan-Gruppierung stellt sich offen gegen einem Ismaik-Vertreter.

dpa

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