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Fragen rund um den Vorbereitungsstart des TSV 1860– ist Boyamba am Wochenende dabei?

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Von: Uli Kellner

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Kommen Sie und staunen Sie! 1860-Coach Michael Köllner hat eine spannende Mannschaft zusammengestellt.
Kommen Sie und staunen Sie! 1860-Coach Michael Köllner hat eine spannende Mannschaft zusammengestellt. © imago images

Die Mission Aufstieg in die 2. Bundesliga beginnt. Der TSV 1860 München startet am Freitagnachmittag in die Vorbereitung zur neuen Saison.

München – Fußballschuhe statt Flipflops, auf dem Rasen schwitzen statt an den Pools und Stränden europäischer Ferienparadiese. Für die Alt- und Neuprofis des TSV 1860 gehen an diesem Freitag 34 Tage Urlaub zu Ende: Um 14 Uhr, drei Stunden nach der Auftaktpressekonferenz, bittet Trainer Michael Köllner zum ersten Leistungstest. Viele ausgehungerte Fans dürften sich einfinden, denn acht Neuzugänge haben Aufstiegshoffnungen geweckt.

Und: Nach zwei Pandemiejahren ist erstmals zum Start wieder unbeschränkter Publikumsbetrieb an der Grünwalder Straße 114 möglich. Wir beantworten Fragen rund um den Dreiklang zum Auftakt mit einem Fitnessfreitag, einem Trainingssamstag und einem ersten Schaulaufen am Sonntag im niederbayerischen Waldkirchen (16 Uhr, live im Löwen-TV bei Youtube), der Heimat von Vizepräsident Hans Sitzberger.

Wie ist der Ablauf?

Am Freitag ab 14 Uhr werden sich Köllners Kicker in Kleingruppen auf dem Platz akklimatisieren – „so 30-minutenweise – „damit sie sich nach vier Wochen wieder an ihre Fußballschuhe gewöhnen“. Samstag geht es im Kraftraum los, ehe sich die Spieler am Nachmittag auf dem Rasen zeigen. Im Anschluss geht es mit dem Bus weiter nach Waldkirchen, wo bis zu 3000 Fans am Sonntag den ersten Eindruck von der neuen Mannschaft erhalten: öffentliches Training in der Früh, Testspiel ab 16 Uhr. Köllner: „Alle Neuen werden zum Einsatz kommen.“

Wer kommt noch?

Wie berichtet wünscht sich Köllner noch zwei offensive Mittelfeldspieler. Joseph Boyamba (25) vom SV Waldhof soll bereits in München sein – womöglich ist er am Freitag schon dabei. Die andere Personalie will der Trainer offenlassen, bis sich die Möglichkeit ergibt, preisgünstig auf dem Transfermarkt zuzuschlagen, eventuell mittels eines Leihgeschäfts. „Vielleicht können wir im Laufe der Vorbereitung noch ein Schnäppchen machen“, so Köllner.

Wer soll gehen?

Wackelkandidaten sind Johann Djayo, Milos Cocic, Kevin Goden und Köllner-Stiefsohn Alexander Freitag. „Am Ende geht es darum, den Kader so aufzustellen, dass er auch von der Größe her passt“, sagt der Trainer.

Wie weit sind die Sorgenkinder?

In Daniel Wein und Marius Willsch sind zwei Fixgrößen mehr oder weniger ein Jahr ausgefallen. Köllner: „Beide laufen momentan ihr Programm, beide sind im Soll, aber direkt ins Mannschaftstraining eintauchen wird keiner von ihnen.“ Kleiner Lichtblick: Beide sollen am Freitag den kompletten Leistung-TÜV mitmachen. Danach, so der Coach, sei „ein spezielles Aufbautraining“ geplant.

Wo hakt es noch?

Von einem „Umbruch“ will Köllner nicht sprechen, „aber wir haben uns alles vorgenommen, wo wir besser werden wollen“. Gilt auch für seinen Stab, in dem Fitnesscoach Jörg Mikoleit (51) den ausgeschiedenen Matthias Luginger (31) ersetzt – und weiterhin ein Nachfolger für Co-Trainer Günter Brandl (61) gesucht wird. Ist auch diese Personalie zu Köllners Zufriedenheit besetzt, sieht der Coach die Löwen gerüstet: „Dann haben wir die Möglichkeit, so zu attackieren, dass wir das Ziel Aufstieg formulieren können.“

Wer sind die neuen Löwen-Leader?

Kapitän dürfte Stefan Lex (32) bleiben, der nicht nur drittbester Scorer der Liga ist, sondern auch „wichtig fürs Kabinenklima“. Weitere Instanzen des Teams sind Torhüter Marco Hiller (25) und Torschützenkönig Marcel Bär (30), die beide in ihren Kategorien erste Plätze in der Rangliste des „kicker“ belegen. Martin Kobylanski (28) hat sich selbstbewusst die seit zwei Jahren brach liegende „10“ geschnappt. Ganz hinten, darauf ist die Liga neidisch, soll Königstransfer Jesper Verlaat (26) den Laden zusammen mit Semi Belkahia, Leandro Morgalla und Niklas Lang dicht halten.

Und sonst?

Es zeichnet sich ab, dass Tickets für den DFB-Pokalhit gegen Dortmund wie seltene Briefmarken gehandelt werden. Erfreulich für die Fans, die leer ausgehen: Das ZDF zeigt den Erstrundenhit am Freitag, 29. Juli, live und zur Primetime (20.45 Uhr). (ULI KELLNER)

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