Nicht alle bei der Stadt begeistert

Gegenwind für Grünwalder-Ausbaupläne - 1860 prüft Olympiastadion

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Das Stadion an der Grünwalder Straße wird wohl ausgebaut.

Wird das Grünwalder doch ausgebaut? OB Reiter macht diesbezüglich Hoffnung. Nun äußert sich die Stadt zu der ganzen Sache. Aber haben die Löwen vielleicht ganz andere Pläne?

Auch wenn Dieter Reiter bekennender Bayern-Fan ist, hat der Oberbürgermeister offenbar doch ein Herz für die Löwen. So berichtete die Abendzeitung am Donnerstag, dass die Pläne für einen Ausbau des 12.500 Zuschauer fassenden Grünwalder Stadions bereits in der Winterpause umgesetzt werden könnte. 

„Im Haushalt sind Mittel vorhanden, das wollen wir uns für die tollen Fans leisten und auch für die junge und aufstrebende Mannschaft der Sechziger“, verkündete Reiter. Demnach soll das Stadion nach der Winterpause bereits auf 15.000 Plätze erweitert werden. Doch was sagen andere bei der Stadt zu der ganzen Sache? 

"Ich bin begeistert, dass er das in die Hand nimmt", zeigte sich SPD-Stadträtin Verena Dietl laut Abendzeitung euphorisch. "Wir haben immer gesagt, wenn es zurück ins Grünwalder Stadion geht, müssen wir auch schauen, was wir alles möglich machen können. Es ist richtig, dass Reiter das Thema zur Chefsache macht", äußerte sich auch Grünen-Fraktionschefin Gülseren Demirel durchaus positiv, auch wenn sie in Sachen Lärmschutz und Statik so ihre Bedenken äußerte: „Aber anscheinend geht es ja doch – nur muss die Verwaltung von ihrem Chef angetrieben werden." 

Dass es sich bereits um eine Stadtrat-Beschluss handele, wies die CSU allerdings deutlich zurück: „Und dafür müssen wir genau wissen, um welche Kosten es geht und wo die neuen Plätze entstehen", sagte Stadträtin Kristina Frank. Wie es in dem Bericht weiter heißt, sei im Rathaus auch die Rede davon, dass das Öffnen gesperrter Bereiche doch mit größeren Umbauten verbunden sein könnte. Hierbei handelt es sich etwa um eine Lärmschutzwand.

Des Weiteren zeigte man sich verwundert über die Aussage, dass Geld im Haushalt vorhanden sei: „Ich sehe nicht, warum wir Profifußball finanzieren sollten“, sagte Stadträtin Frank. „Man muss darüber nachdenken, wie man Sechzig beteiligt.“ 

Allerdings begeistern die Ausbaupläne nicht alle Beteiligten, ausgerechnet in Giesing stößt die Idee auf wenig Gegenliebe. „Ich sehe das sehr kritisch. Man baut das Stadion peu a peu immer mehr aus. Durch die Hintertür hat man dann irgendwann wieder 20.000“, sagte Untergiesings Bezirksausschusschef Clemens Baumgärtner (CSU): „Man muss auf jeden Fall nochmal die Bürger befragen!"

Die Löwen haben derweil schon weitergedacht und basteln offenbar auch an einer möglichen Rückkehr ins Olympiastadion. Diese Option sei vor allem bei Hochrisikospielen angedacht, wie etwa einem möglichen Relegationsspiel im Mai (Löwen-Präsident Markus Fauser zur Abendzeitung: „Wir müssen schauen, welche Gegner auf uns zukommen, das ist noch nicht spruchreif“). Eine partielle Auslagerung ins Olympiastadion würde den Sechzigern zudem mehr Geld bringen. 

Schon am Freitag könnte Bewegung in Sache kommen, die Olympiapark GmbH kommt für Gespräche ins Rathaus. Sport-Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) sagte diesbezüglich: „Der Olympiapark wird das prüfen. Ich bin aufgeschlossen.“

fs

Video: Glomex

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