"Wir haben unsere Aufgabe gemacht"

Basha kontert Mayrhofer-Aussage zu Ismaik

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Ismaik-Cousin Noor Basha.

München - Nicht nur sportlich liegt bei den Löwen einiges im Argen, sondern auch im Verhältnis zu Hasan Ismaik. Gerhard Mayrhofer spricht vom "sogenannten Investor", Noor Basha kontert.

Das Ziel in dieser Saison besteht darin, eine Basis zu erreichen, von der aus wir im nächsten Jahr in die Erste Liga springen können.“ Diesen Satz äußerte 1860-Präsident Gerhard Mayrhofer gegenüber der tz am 22. August 2014 nach dem glücklichen 2:1 der Löwen im DFB-Pokal bei Holstein Kiel. Damals gab es trotz zweier verlorener Spiele zum Liga-Auftakt keine Gegenredner, die Mayrhofers Vorhaben für utopisch hielten.

Tja, Pfiffkas, wie man in Bayern sagt. Nun dürfen die Sechziger erneut an die Ostsee reisen, zum Cup der letzten Hoffnung gegen Holstein Kiel. Viel ist passiert bei den Löwen in den neun Monaten seit dem Erstkontakt mit den „Störchen“. Zwei Trainer mussten dran glauben, Spieler wurden abgegeben, neue, keineswegs bessere, verpflichtet. Konstant war bei 1860 nur die Vorsilbe „Miss“, wahlweise zu ergänzen durch -erfolg, -management oder -stimmung. Nicht zu vergessen: -verständnis. Womit wir beim Thema der letzten Tage wären, dem Verhältnis des 1860-Präsidiums um Gerhard Mayrhofer zu Hauptgesellschafter Hasan Ismaik aus Abu Dhabi. Eine Beziehung, die inzwischen auf einem ähnlichen Temperaturniveau angekommen ist, wie es unter Ex-Präsident Dieter Schneider zu spüren war. Der springende Punkt dabei: Mayrhofer war im Juli 2013 explizit damit angetreten, das zerstörte Vertrauensverhältnis zu Ismaik wiederherzustellen, ein Vorhaben, das mangels sportlichen Erfolgs grandios gescheitert ist. Inzwischen lässt der Jordanier die Medienberichte gar nicht mehr dementieren, wonach er seine Anteile an der 1860 KGaA verkaufen will und nur mangels ernsthafter Interessenten noch im blauen Boot sitzt. Mayrhofer wiederum vermittelt zunehmend den Eindruck, er warte nur noch auf einen günstigen Moment für seinen Rücktritt. Den schwarzen Peter soll in jedem Fall Ismaik in der Hand haben, wenn es denn so weit ist. Schließlich sei eine Entlassung des erfolglosen und beim Präsidium längst in Ungnade gefallenen Sport-Geschäftsführers Gerhard Poschner vor Weihnachten nur am Veto des Klubeigners gescheitert, den Mayrhofer am Sonntag im BR einen „sogenannten Investor“ nannte. „Leider keinen Kontakt“ gebe es derzeit zu Ismaik, teilte Mayrhofer mit, und das liege keineswegs am Präsidium.

Basha kontert Mayrhofer-Aussage

Eine Aussage, die Ismaiks Münchner Statthalter Noor Basha mit dem Satz konterte: „Wir haben unsere Aufgabe gemacht, der e.V. muss auch etwas tun.“ Was genau, blieb ungeklärt. Markus Rejek, der kaufmännische Geschäftsführer, sagte: „Hasan Ismaik ist über alles informiert. Wir berichten fast tagtäglich nach Abu Dhabi. Insofern ist er über alle Aktualitäten und über alle Maßnahmen informiert.“

Alles klar? Dann weiter mit dem Abstiegskampf – dem sogenannten.

lk

 

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