Mitgliederversammlung

1860 München: Bekommt Cassalette einen Präsi-Rivalen?

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Was wird Ismaik (links) Präsi Cassalette in Abu Dhabi erzählen? Die 1860-Zukunft hängt davon ab.

München - Bekommt Peter Cassalette, Präsident des TSV 1860 München, bald einen Präsi-Rivalen? Das könnte eine Folge der Mitgliederversammlung am 28. Januar sein.

Drei Tage noch, dann starten die Profis des TSV 1860 in die Vorbereitung auf die Restsaison. 15 Spiele bleiben den Sechzigern, das Mindestziel Relegation zu erreichen. Und man darf gespannt sein, ob bis zum ersten Training am Donnerstag um 15 Uhr noch eine Verstärkung hinzukommt. Bislang gab’s mit Mittelstürmer Sascha Mölders nur einen Zugang zu vermelden – der seit ein paar Tagen gehandelte Defensiv-Allrounder Thorsten Schick wird dagegen wohl nicht zum TSV kommen.

Wie die BZ jetzt enthüllt, wollten die Löwen bereits im Sommer den Brasilianer Ronny von Hertha BSC ausleihen. Damals war die Zweite Liga noch keine Option für den 29-Jährigen, jetzt schon. „Wenn es eine Anfrage gibt, werden wir diese prüfen. Seine Situation hat sich ja nicht verbessert, sondern eher verschlechtert“, sagte sein Berater Dino Lamberti der BZ.

Idealerweise will Trainer Benno Möhlmann seinen Kader der letzten Hoffnung bis zum Start ins Estepona-Trainingslager (18. bis 26. Januar) beisammenhaben. Unter andalusischer Wintersonne sollen dort die Sinne geschärft werden, um doch noch den Kopf aus der Drittliga-Schlinge ziehen zu können.

Ein Dauergegner des TSV 1860 ist bekanntlich der Löwe selbst – in seiner Paraderolle als größter Chaot des deutschen Profifußballs. Ein sich chronisch unverstanden fühlender Hauptgesellschafter, dessen Abschied per Anteilsverkauf die meisten Funktionäre herbeisehnen, eine kurios zusammengestellte Mannschaft, komplett frustrierte Anhänger – interessante Voraussetzungen für eine Aufholjagd. Zumal in gut drei Wochen bereits der nächste Polit-Termin ansteht. Am 28. Januar um 19 Uhr findet in der Gaststätte Heide Volm in Planegg eine Außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Kernpunkt: die Abstimmung über eine Satzungsänderung, wonach die Mitglieder bei künftigen Präsidenten-Wahlen aus mehreren Kandidaten wählen können. Wahlkämpfe im Frühjahr dürften die Folge sein, eine Versachlichung der Debatten wohl eher nicht. Klar ist neben der Planung des für den 28. Januar terminierten zweiten „Grantlerabends“ (der erste fand am 3. Dezember statt) nur eines: Für die Fans und den angespannten, offensichtlich pokernden Hasan Ismaik wird 2016 nicht leichter werden als 2015. Und das war schon heftig genug.

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