Sechzig offenbart folgenschwere Schwäche

Löwen beschenken KSC durch Standard-Schlaf - 1860-Star findet deutliche Worte

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Bei ihm ist der Knoten geplatzt - aber zu spät: Löwen-Torjäger Adriano Grimaldi (l.) traf in Karlsruhe nur zum 2:3-Endstand.

Mit einer Niederlage ist Sechzig in die letzten Aufgaben des Jahres gestartet. In Karlsruhe macht sich das Team von Daniel Bierofka eine couragierte Leistung damit selbst zunichte.

Karlsruhe - Auf der Baustelle Wildparkstadion offenbarten die Löwen ein eigentlich längst gestopft geglaubtes Leck. Alle drei Gegentreffer beim 2:3 in Karlsruhe schluckte das Team von Trainer Daniel Bierofka nach Standards. Das wurmte auch Adriano Grimaldi, der mit seinem Tor zum Endergebnis in der Nachspielzeit seine 448-minütige Durststrecke beendete. „Was man uns vorwerfen kann: dass wir drei Standardtore kriegen. Das müssen wir viel besser verteidigen“, ärgerte sich der nunmehr fünfmalige Saisontorschütze, der den Platz mit einer Fingerverletzung verließ, die ihn aber nicht weiter zu stören schien.

Letztlich hatten es sich die Blauen selbst zuzuschreiben, dass sie nach 90 packenden Minuten einzig in die Kurve stapften, um dem lautstarken Anhang für den Support aus 3000 Kehlen zu danken. Wenige Meter entfernt schunkelten die Karlsruher vor ihren Fans, bejubelten den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Sechzig dagegen verharrt auf Rang elf im Mittelfeld - nur zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz.

Fink eröffnet Torreigen gegen 1860 München nach vier Minuten

Beim frühen Treffer durch Anton Fink (4.) entwischte der Ex-Löwe Steinhart im Rücken. Zuvor durfte Manuel Stiefler die Kugel nach der Ecke von Marc Lorenz aber auch zu einfach verlängern. „Wenn der Ball am kurzen Pfosten verlängert wird, müssen wir eigentlich jemand da stehen haben“, monierte Grimaldi.

Das 1:2 - quasi postwendend nach dem Ausgleich durch Simon Lorenz gefallen - war das Resultat eines nicht richtig geklärten langen Einwurfs. Fink legte aus hauchdünner Abseitsposition ab auf Marvin Pourié und der zweite ehemalige Blaue überwand Keeper Marco Hiller (30.). „Wir wollten Herz und Kampfwillen zeigen - das haben wir getan“, jubelte der beste KSC-Torjäger, der von „einem schönen Spiel“ sprach.

Bilder und Noten: Elf Fünfer bei knapper Löwen-Pleite

Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel.
Lange Gesichter beim TSV 1860 München. Beim Karlsruher SC setzte es für die Löwen nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen eine bittere 2:3-Niederlage. Die Eindrücke vom Spiel. © sampics / Stefan Matzke / Stefan Matzke
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Marco Hiller: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Felix Weber: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Daniel Wein: Note 4 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Simon Lorenz: Note 4 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Aaron Berzel: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Efkan Bekiroglu: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Quirin Moll: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Phillipp Steinhart: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Nico Karger: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Marius Willsch: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Adriano Grimaldi: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Stefan Lex: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics
TSV 1860 Muenchen Saison 2018/19
Sascha Mölders: Note 5 © Christina Pahnke / sampics / sampics

Nach Niederlage beim KSC: Herbe Kritik von Löwen-Co-Trainer Beer

Löwen-Co-Trainer Oliver Beer dagegen attestierte den Gästen in der Pause, „körperlos wie eine U17“ zu agieren. Diese Aussage fiel sicher auch unter dem Eindruck des dritten Karlsruher Treffers, den Keeper Marco Hiller begünstigte, als er nach einer weiteren Ecke Pouriés Kopfball-Bogenlampe nicht energisch genug aus dem Strafraum faustete. Stattdessen landete die Kugel bei David Pisot und der KSC-Kapitän vollendete aus der Drehung (36.).

Im Grunde verhalfen die Blauen ihrem Gastgeber zu der beruhigenden Pausenführung. Eine verfrühte Bescherung in Baden. Ganz so einfach wollte Trainer Alois Schwartz den achten Saisonsieg seiner Elf aber natürlich auch nicht erklären. Der KSC sei zwar „die effektivere Mannschaft“ gewesen, aber eben auch „die bessere“. Zudem betonte der 51-Jährige: „Wir wussten, dass sie stark sind bei Standards, aber auch Schwächen haben.“ Es war also offenbar alles andere als Zufall, dass die Karlsruher den Löwen über ruhende Bälle den Zahn zogen.

In Giesing gibt es also einiges zu tun in der Trainingswoche vor dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen den FSV Zwickau, der nur wegen der schlechteren Tordifferenz hinter Sechzig rangiert. Mut sollte neben der gezeigten Moral auch das zwischenzeitliche 1:1 durch Simon Lorenz nach Steinhart-Ecke machen (29.). Denn diese Szene zeigte: Standards sind auch für die Löwen eine Waffe - wenn die Blauen denn hellwach sind.

Nichts zu holen außer dem Applaus der Fans: Die Löwen müssen Karlsruhe geschlagen verlassen.

Machen Sie mit bei unserem Voting: Oben, Mittelfeld oder Absturz - wo landet der TSV 1860 am Saisonende?

mg

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